Eine neue Technik der Bildbearbeitung bietet die High Dynamic Range Fotografie (kurz HDR-Fotografie), die in Wirklichkeit eigentlich eher eine Form der Bildbearbeitung ist. Die HDR-Fotos bestehen aus einer Bildserie mit verschiedenen Belichtungseinstellungen, die übereinander gelegt werden.
Digitale Fotografien besitzen heute einen Kontrastumfang (Abstufungen zwischen der hellsten und dunkelsten Stelle des Bildes) von ungefähr 1.000:1 (analoge Fotografie 10.000:1).
Um den Kontrastumfang eines Bildes zu erhören, hat man sich ein Verfahren ausgedacht, das es ermöglicht durch Kombination von drei oder mehreren Bildern einen Umfang von ungefähr 200.000:1 bis zu einem beliebig hohen Wert zu erreichen (Vom dem gleichen Motiv wird also ein überbelichtetes, ein normal belichtetes und ein unterbelichtetes Foto erstellt).
Wenn man darüber nachdenkt, fällt einem auf, dass Bilder mit diesem hohen Kontrastumfang nicht auf herkömmlichen Monitoren angezeigt werden können, da deren Wert deutlich darunter liegt. Um dieses Problem zu lösen, wurde das Tone Mapping entwickelt, das in HDR Programmen wie z.B. Photomatix und anderen Bildbearbeitungsprogrammen integriert sind. Durch Tone Mapping wird das Bild heruntergerechnet und so bearbeitet, dass Über– und Unterbelichtete Stellen kompensiert werden.
Da dies manuell geschieht und das Bild somit nach belieben bearbeitet werden kann, können sowohl reale aber auch künstliche Bilder entstehen.
Hier einige Beispiele bzw, meine ersten Versuche in der Hl. Kreuzkirche, Bad Kreuznach:



Und eine interaktive Flashdatei, die den Unterschied zwischen dem HDR und dem LDR (normalem) Bild zeigt:
Schlagwörter: Bad Kreuznach, Bildbearbeitung, Fotografie, HDR, Kreuzkirche
Themenbereich: Freizeit, Gut zu Wissen
Artikel-Links: Trackback URL | Permalink
Artikel gelesen 261 · Heute 2 · Zuletzt am 8. Februar 2012













am 4. November 2008 um 23:19 Uhr
Hammergeile Farben !
am 4. November 2008 um 23:41 Uhr
Danke Danke!!! Bin in der Geschichte noch im Anfangsstadium ist also noch viel Verbesserungswürdig aber wie ichs immer mache: learning by doing
am 5. November 2008 um 08:03 Uhr
Ich habe mal vor einiger Zeit ein HDR/DRI in der KZ Gedenkstätte Osthofen gemacht.
Schwieriges Licht vor Ort, aber dank HDR und Paintshop Pro wurde dann doch noch etwas daraus: http://www.ipernity.com/doc/dominikherz/3113011
Und für die interessierten Leser, die nicht gleich Software kaufen wollen, hier noch ein kleiner Freeware-Tip: http://www.picturenaut.de/
am 5. November 2008 um 14:02 Uhr
sehr coole bilder nettes tool ich schaus mir auf jeden fall mal an!! danke!
am 11. November 2008 um 15:47 Uhr
[…] Gilli war wieder einmal in der Stadt unterwegs und hat einige neue farben und kontrastfrohe High Dynamic Range Fotos […]