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Alkoholverbot rund um den „Narrenkäfig“

Narren­kä­fig 2010.
Dieses Jahr wird an Altwei­ber­fas­se­nacht in Bad Kreuz­nach mit harten Geschütz­ten aufge­fah­ren.

Totales Alkohol­ver­bot rund um den „Narren­kä­fig“ und das ist kein FAKE!

Auf Anregung der Polizei und mit Abspra­che des Veran­stal­ters, der Verein „Kreiz­nacher Narre­fahrt“, erlässt die Stadt erstmals eine Allge­mein­ver­fü­gung:

Am Donners­tag, 11. Februar, gilt von 10 bis 22 Uhr in folgen­den Berei­chen ein Alkohol­ver­bot:

Europa­platz (Bahnhofs­vor­platz) – Mannhei­mer Straße von der Klapper­gasse bis zur Salinen­straße – Kreuz­straße zwischen Hasen­gase und Turmstraße/Hospitalgasse – Römer­straße von der Hasen­gasse bis zur Mannhei­mer Straße – Kloster­gasse – Hospi­tal­gasse

Außer­dem ist in dieser Zeit das Mitfüh­ren von Glasfla­schen verbo­ten. Zu diesem Zweck stehen an folgen­den Stellen Kontrol­len mit Glas-Containern:

Salinenstraße/Mannheimer Straße, Salinenstraße/Klostergasse, Römerstraße/Hasengasse, Kreuzstraße/Hasengasse/Prinzengasse und Kreuzstraße/Turmstraße/Hospitalgasse


Kommen­tar:
Ich bin ja mal gespannt ob die Läden ReWe / Lidl & Co. , alle in der Innen­stadt, an diesen Tag auch keinen Alkohol verkau­fen dürfen.
Mac


Die Polizei wird gemein­sam mit dem Vollzugs­dienst des Ordnungs­am­tes und Mitar­bei­tern des Sicher­heits­diens­tes der „Kreiz­nacher Narre­fahrt“ Strei­fen bilden um zu kontrol­lie­ren.

 

Auch die Bahn AG hat sich für den Bahnhof der Allge­mein­ver­fü­gung der Stadt angeschlos­sen und lässt das Alkohol– und Glasver­bot durch die Bundes­po­li­zei bei den Reisen­den kontrol­lie­ren.

 

MEHR ZUM THEMA : lifetime-kreuznach.de


Dazu ein SWR Studio Mainz Audio­bei­trag aus der ARD Media­thek:

Musik­vi­deo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musik­vi­deo abzuspie­len. Die aktuellste Version steht hier zum herun­ter­la­den bereit. Außer­dem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.


INFO: Käfig voller Narren
Seit 2004 gibt es in Bad Kreuz­nach am Altwei­ber­don­ners­tag den “Käfig voller Narren” am Kornmarkt.

Vor dieser Zeit war immer die komplette Fußgän­ger­zone überfüllt und in den großen Geschäf­ten (Kaufhof & Co.) herrschte das totale Kaos (Toilet­ten / Müll / Diebstahl).

Um der Abfall­flut von Glasfla­schen und Dreck, dem Jugend­schutz­ge­setz Herr zu werden und um die Menschen­mas­sen (in der Regel 12.000 bis 14.000 Menschen) “in Zaun” zu halten, wurde 2004 ein Bauzaun um dem Kornmarkt gezogen.

 

Der Käfig öffnet bereits um 11.11 Uhr und endet um 20:00 Uhr. An einer Tages­kasse kann man dann Bändchen kaufen (3,- EUR). Mit diesem Bändchen kann man dann rein und raus gehen.

So sah das letztes Jahr aus:

Alle Themen vom Kreuz­nacher Käfig: Der Käfig

Eure Meinung ?




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Themenbereich: Allgemein, Polizei
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51 Kommentare

  1. Wie wollen die das kontrol­lie­ren?

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  2. Unglaub­lich !
    Was geht den bei Euch in Bad kreuz­nach ab? :denke:

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  3. Schlecht ist die Idee nicht.
    Aber, das Problem wird nur »leider« an eine andere Stelle verla­gert.

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  4. Man darf sich in Kreuz­nach halt nur »legal« besau­fen! Bin gespannt, ob die Stände im Käfig nach dem Ausweis fragen?!?

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  5. Wie bereits erwähnt, die Idee ist nicht schlecht …

    … Aber, ich weiß nicht, ob dieses Verbot überhaupt so kurzfris­tig zuläs­sig ist:

    - das man wegen einer Veran­stal­tung am Kornmarkt in der gesam­ten Innen­stadt ein Alkohol Verbot verhängt

    und

    –dass das »Mitfüh­ren von Glasfla­schen« unter­sagt ist

    Was macht den der ReWe, die NORMA und der Lidl? Dürfen die an diesem Tag keinen Alkohol verkau­fen?

    Das schränkt die Persön­lich­keits­rechte doch ziemlich ein. (Siehe auch: Behör­den gestoppt: Alkohol­ver­bot in der Öffent­lich­keit illegal).

    Und was machen die Anwoh­ner der Innen­stadt?

    Ich schätze, die Stadt hat die Allge­mein­ver­fü­gung nicht ohne Grund, erst 3 Wochen vor der Veran­stal­tung verhängt. Da können keine Klagen mehr kommen.

    Ob das was bringt, ist die Frage. Ich hoffe mal nicht, dass es zu Randale kommt.

    Was endlich mal gelöst werden sollte:

    Einheit­li­che Becher und Becher­pfand­preise
    Genügend Toilet­ten und mehr Aus– und Eingänge.

    Siehe auch: Fazit Altwei­ber Bad Kreuz­nach 2009

    Und wie wäre es mal mit »Käfig voller Narren ab 18 Jahren«?

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  6. ich finde es nicht so toll…
    wie soll man sich jetzt die ganzen Frauen schön saufen
    ;-)

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  7. […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von kreuznach-blog.de, kreuznach-blog.de, kreuznach-blog.de, kreuznach-blog.de, kreuznach-blog.de und anderen erwähnt. kreuznach-blog.de sagte: HUCH!: Alkohol­ver­bot rund um den „Narren­kä­fig“ http://bit.ly/4rihHY […]


  8. Mac, dein Hinweis mit »ob das zuläs­sig ist« ging mir auch durch den Kopf.
    Ich zitiere mal eben aus einem Beschluss des VGH Baden-Würtemberg, in Folge dessen das Alkohol­ver­bot im Freibur­ger Kneipen­vier­tel für unzuläs­sig erklärt wurde.

    […] Nach Ansicht des VGH ist dieses Alkohol­ver­bot von der Genera­ler­mäch­ti­gung des Polizei­ge­set­zes nicht gedeckt. Diese erlaube eine selbst gering­fü­gige (F)reiheitseinschränkung durch Verord­nung nur, wenn typischer­weise von jedem Normadres­sa­ten auch eine Gefahr ausgeht. Die Feststel­lung einer Gefahr verlange eine in tatsäch­li­cher Hinsicht abgesi­cherte Prognose. Es müssten danach hinrei­chende Anhalts­punkte vorlie­gen, dass all dieje­ni­gen, die an den Wochen­end­näch­ten im Bermu­da­drei­eck mitge­brach­ten Alkohol konsu­mier­ten oder auch nur in Konsum­ab­sicht mit sich führten, regel­mä­ßig gewalt­tä­tig würden. […]

    Und ich behaupte mal, dass eine Abspra­che mit dem Veran­stal­ter nicht als »abgesi­cherte Prognose« gelten dürfte :gaga:
    Wobei es natür­lich sein kann, dass das Polizei­ge­setz in RLP anders aussieht.

    Aber wieso sollten 3 Wochen vor der Veran­stal­tung keine Klagen mehr kommen? :mrgreen: *muahaha*

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  9. Inter­es­san­ter Ansatz: ich darf vor meiner eigenen Türe nicht trinken, statt­des­sen muß ich erst 3 € Eintritt bezah­len, um dann Alkohol im Käfig kaufen zu können.

    Wenn es dabei mal nicht um Geldma­che­rei geht!?

    Komischer­weise gibt es in Mainz und Kölle kein Käfig und da funkti­onniert es auch.

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  10. @Andreas:
    Ich reich dir ein Bier am Balkon rüber ;-)

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  11. Ei mei lieber Mann! Das is ja mal ein Unding … Nächs­tes Jahr die Schlag­zeile »Alkohol­ver­bot am Fastnachts­um­zug!«, in 2 Jahren die Schlag­zeile »Narren­kä­fig trocken — strik­tes Alkohol­ver­bot im Käfig« und in 3 Jahren herrscht während der gesam­ten Narren­zeit von 11.11 bis Ascher­mitt­woch überall in KH Alkohol­ver­bot.
    Mit dem Käfig hat man sich ja mittler­weile abgefun­den und macht ja auch seine Späßchen damit. Aber der neueste »Streich« der netten Herren geht eindeu­tig zu weit!
    Wir brauchen einen Kämpfer für die Gerech­tig­keit und voral­lem NARREN­Frei­heit des Kreuz­nacher Volkes ;-)

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  12. Ist das nicht eigent­lich ein klein wenig naiv, wenn die Kreuz­nacher Bürger ihren Politi­kern die Lösung dieses Problems überlassen/zutrauen? Was soll Politik hier regio­nal schon gross anders machen, als sein Vorbild in Land und Politik: kurzfris­tig wirkende Exekutiv-Massnahmen. Das kennt Bürger doch!?

    Will Bürger länger­fris­tig einen Sinnes­wan­del, muss er doch selber aktiv werden, oder!?

    Bin kein guter Fastnachts­aus­ken­ner, aber: Wie wäre es, wenn Bürger mal seine Karne­vals­ver­eine stärker in die Pflicht nähme, und die den Alkohol (ohne Zeige­fin­ger, oder wenn dann nur gegen sich selbst gerich­tet) mal länger­fris­tig zum Thema machen würden?

    Wie wäre es mit langfris­ti­gen Kampa­gnen der organi­sier­ten Fastnach­ter? Z.B. mit drasti­schen Werbe­mass­nah­men? Bilder von Kids im eigenen erbro­che­nen im Rinnstein (am besten noch einen überge­wich­ti­gen betrun­ke­nen und (wichtig) erwach­se­nen Clownsmaskenträger/in im Hinter­grund, und/oder völlig entmün­digt in den Händen von Polizei und anderen Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen.

    Wie damals bei den Anti-Raucher-Kampagnen: Welche Bilder und Botschaf­ten sind hängen geblie­ben? Die drasti­schen. Die derben. Die Opera­ti­ons­bil­der vom krebs-schwarzen Lungen­flü­gel und die arme Sau, die hinter­her kaum noch schnau­fen konnte.

    Meine Sicht: Die erwach­se­nen, alkohol­trin­ken­den Fastnachts­teil­neh­mer (und das dürfte hier in der Region eine recht beacht­li­che Schnitt­menge der Bevöl­ke­rung sein), sollten das Thema offen­siv, zuspit­zend und ruhig auch karikie­rend angehen. Meine Erfah­rung: Jugend­li­che erreicht man über ihre körper­li­chen Eitel­kei­ten eher, als über die “trockene” Vernunft.

    Die Jugend will sich vom Erwach­se­nen­klün­gel abset­zen, das ist eine Binsen­weis­heit. Insofern wird man Jugend und Alkohol trotz­dem an Fastnacht immer ein Thema bleiben. Deshalb sind Exekutiv-Massnahmen, meiner Meinung nach, in Ordnung, aber sie sind keine Lösung nach der Ersten-Exzess-Hilfe.

    Kleiner Augen­zwin­ke­rer: Ist schon jemand aufge­fal­len, wie varian­ten­reich Legis­la­tive und Exeku­tive sind? Raucher werden ausge­sperrt und die Trinker werden einge­sperrt. Gut, dass kein Dach über dem Narren­kä­fig ist, denn sonst hätten die rauchen­den Trinker echt Stress. ;)

    AntwortenAntwor­ten

  13. @jo jmatic:

    Kleiner Augen­zwin­ke­rer: Ist schon jemand aufge­fal­len, wie varian­ten­reich Legis­la­tive und Exeku­tive sind? Raucher werden ausge­sperrt und die Trinker werden einge­sperrt. Gut, dass kein Dach über dem Narren­kä­fig ist, denn sonst hätten die rauchen­den Trinker echt Stress.

    *Schmun­zel* :-D

    AntwortenAntwor­ten

  14. @jo jmatic: Dann soll ich, einer Gruppe von 16 jähri­gen sagen, dass sie mit dem Trinken aufhö­ren sollen?

    Ja sicher … ich stelle mir hin und versu­che das mal.… :lalala:

    Warum muss eigent­lich der Handel nur 150 Euro Strafe bezah­len, wenn er an Jugend­li­chen Alkohol verkauft? Da müßten die Strafen viel Höher sein. So wie in den USA:

    Der Verkauf und öffent­li­che Ausschank von Alkohol an Perso­nen unter 21 Jahren ist auf der Grund­lage des Natio­nal Minimum Drinking Age Act von 1984 bundes­weit gesetz­lich beschränkt. In 14 Bundes­staa­ten und im Haupt­stadt­di­strikt ist es Perso­nen unter 21 Jahren auch im priva­ten Rahmen nicht erlaubt, Alkohol zu konsu­mie­ren; Eltern, die dies dulden, machen sich straf­bar.

    Ne weitere Frage:
    Warum werden Jugend­li­che vom Ordnungs­amt nur abgemahnt, wenn diese in der Öffent­lich­keit rauchen? Ist das nicht auch eine Sache der Erzie­hung?
    Müßten dann die Eltern, nicht ein Bussgeld bekom­men, wenn ihre Spröß­linge die Gesetze brechen?

    Ich verstehe nicht, warum Eltern ihre 13 Jähri­gen Kinder da alleine hinge­hen lassen. Ich verstehe das nicht …


    Und noch neben­bei bemerkt, sind schon wieder Wahlen?
    Die Junge Union fordert Alkohol­ver­bot in der gesam­ten Stadt.
    Und das nicht nur an Fassnacht!

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  15. Ich finds gut, so kommen wir vielleicht mal nüchter­ner am Käfig an, und bekom­men noch was mit davon :) .….…. hmm, NOT !

    Gruß Heipa

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  16. Ja in Ideen­reich­tum ist unsere Stadt spitze.
    Ich erinnere mich noch an die glanz­volle Tat:

    ich fälle mal die Bäume, wo sich die Obdach­lo­sen befin­den; die sind dann bestimmt auch automa­tisch weg — ahhhhhh!!!!!!

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  17. @Mac:

    Das hätte, wie Du richtig vermu­test, wahrschein­lich wenig Sinn, weil Du, oder der Einzelne, ja nicht den Job der Exeku­tive überneh­men sollst. “Der Bürger” meinte ich im Sinne von “nicht der gewählte Politi­ker« — quasi als Position, nicht als Person.

    Hab« mich vielleicht etwas missver­ständ­lich ausge­drückt: Ich meinte, dass die “organi­sier­ten Fastnach­ter” mal gemein­sam vielleicht über “länger­fris­tige Kampa­gnen” (mithilfe derer man dann auf seine Klien­tel zugeht) zum Thema nachden­ken sollten.

    Nach meiner Beobach­tung ist Alkoho­lis­mus bei Jugend­li­chen kein reines Karne­vals­pro­blem. Es spitzt sich nur dort zu und tritt dort mal deutlich zu Tage. Es ist natür­lich auch teilweise ein Milieu-Problem. Ganz klar. Deshalb sind auch genau diese Eltern damit überfor­dert. Man kann dort zwar Sünden­bö­cke suchen und Strafen vertei­len, aber man wird damit nicht das eigent­li­che Problem lösen.

    Oder noch anders ausge­drückt: Man kriegt per Verbot und Strafe (ich hab« nix dagegen) vielleicht seine Fastnacht ruftech­nisch aufpo­liert, aber man wird das Problem von steigen­dem Sucht­ver­hal­ten bei Jugend­li­chen so — alleine — nicht lösen. Und genau an der Stelle, so war halt mein Vorschlag, würde ich die organi­sierte Fastnacht mal ins Boot und in die Pflicht nehmen.

    Das sollte eben, meiner Meinung nach, der Bürger nicht dem Politi­ker überlas­sen, denn im Polit-Bereich wird 1. oft kurzfri­si­tig populis­tisch gedacht, und 2. oft nicht sehr reflek­tiert wahldampf­ge­plau­dert:

    »Wenn wir das Alkohol­trin­ken hier verbie­ten, würden wir, ohne viel Freiheit wegzu­neh­men, vielen Menschen einen schwe­ren gesund­heit­li­chen Schaden erspa­ren, außer­dem können wir es nicht zulas­sen, dass öffent­li­che Flächen für Saufge­lage in Beschlag genom­men werden.«

    Dieser Satz vom JU-Mann Kalus, aus dem von Dir verlink­ten Artikel, ist natür­lich ein Gedan­ke­n­un­fall erster Katego­rie, denn niemand nimmt doch wohl im Ernst an, dass durch ein schlich­tes räumlich(!) wirken­des Verbot, eine geistige Haltung, oder gar ein Sucht­ver­hal­ten, geändert wird und “gesund­heit­li­cher Schaden” abgewen­det wird. Falls dieser Zusam­men­hang tatsäch­lich irgendwo auf dieser Welt nachweis­bar wäre, dann wäre ich sofort für ein simples “Verbietet-doch-einfach-den-Krieg-hier!«. Wenn das so simpel ist, warum nicht?

    Dass der Mann außer­dem das perso­ni­fi­zierte schlechte Gewis­sen wegen seines unnüt­zen Vorschlags ist, sieht man an dem einge­scho­be­nen

    “[…]ohne viel Freiheit wegzu­neh­men,[…]«

    Mit dem Moral-Wort »Freiheit« wollte er der Sache wohl ein wenig Gewicht verlei­hen, im Sinne von “Ich-hab-sogar-über-Grundwerte-nachgedacht«. Das hört sich dann irgend­wie grund­sätz­li­cher und tiefgrei­fen­der an. Bulls­hit! Es geht um ein simples “Aus den Augen — aus dem Bürger­fo­kus.” Das zeigt auch der zweite Teil des Satzes, der wirklich aus tiefs­ter Seele zu kommen scheint, aber leider zu früh beendet wurde, denn eigent­lich gehört da noch hinten­dran: « … weil ein nicht unerheb­li­cher Teil unserer konser­va­ti­ven Wähler­kli­en­tel davon ziemlich angepisst ist.« Wobei ich jetzt mal wild speku­liere, wenn ich sage, dass der Anteil der absti­nent leben­den Perso­nen in der konser­va­ti­ven Wähler­schicht eher im einstel­li­gen Prozent­be­reich zu suchen ist — ohne jemand zu nahe treten zu wollen. ;)

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  18. Wau …
    das nenne ich mal ne Antwort ! :yeah:

    AntwortenAntwor­ten

  19. :roll: Ja, sorry, ist etwas lang geraten, :D
    aber diese Sprechblasen-Politiker reeschen misch immä so uff. :lalala: :-D

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  20. was geht denn hier ab?
    hahaha.. echt spitze, da hat sich aber jemand n
    fetten gaudi ausge­dacht, wa?
    :D :D

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  21. Klaro, als Erwach­se­ner saufe ich mir die Welt schön und verbreite überall, wie toll saufen doch ist, »ohne Alkohol bin ich einfach gehemmt«, »Alkohol macht mich locker« und was es sonst so für wichtige Argumente gibt, sich die Kanne zu geben.
    Weißt Du noch, hey, waren wir besof­fen. Ganze Männer halt.
    Und »die Bullen sind Schweine« (ein biolo­gi­sches Wunder?), weil sie Alkohol­kon­trol­len durch­füh­ren, obwohl alle Stati­si­ken zu Unfall­häu­fig­kei­ten und Todes­fol­gen bei genau Dir und mir indivi­du­ell versa­gen; WIR können doch Autofah­ren, oder?!

    Aber unter 18 ist alles ganz anders: In dem Alter ist man sowieso absolut enthemmt auch ohne Alkohol, kann überhaupt nicht fahren mit Alkohol im Blut und vergif­tet sich beim Saufen Hirn und Leber. Bis 18 ist Alkohol einfach das totale Gift.

    Welch ein Wunder­werk doch der mensch­li­che Körper ist, der dankens­wer­ter Weise genau in der Nacht zum 18. Geburts­tag einen Alkohol­ver­träg­lich­keits­schal­ter in uns umlegt.

    Doch da gibt es tatsäch­lich ungebil­dete Jugend­li­che, die von diesem biolo­gi­schen Schal­ter noch nie was gehört haben und sich einfach grund­los die Volljäh­ri­gen (daher der Name?) als Vorbild für ihr Saufver­hal­ten nehmen.

    Gäbe es diesen Schal­ter nicht, müßte man ja von allen Älteren verlan­gen, ein Vorbild zu sein.
    Und wenn sie das längere Zeit nicht hinbe­kom­men, müßte man anders auf schäd­li­che Wirkun­gen von zuviel Alkohol hinwei­sen, zum Beispiel mit Sauf-Verboten in Fußgän­ger­zo­nen, damit dem Komatrin­ken wenigs­tens ein bißchen Einhalt geboten wird.

    Wie, Du hast auch noch nie was von diesem Schal­ter gehört?

    Na dann…


    Satiri­sche Grüße von einem, der gerne Bier oder Wein genießt, aber noch nie betrun­ken war.
    Vielleicht, weil er in seiner engeren Bekannt­schaft schon bis zu seinem zwanzigs­ten Lebens­jahr 6 Klassen­ka­me­ra­den durch Alkohol verlo­ren hat, davon zwei durch Atemläh­mung nach Genus­ses einer ganzen Flasche Korn und vier durch Alkohol­un­fälle. Dazu kommen nur in der engeren Bekannt­schaft drei kaputte Alkoholiker-Ehen und zwei totge­sof­fene Alkoho­li­ker.
    Außer­dem ein abgebrann­ter Jugend­treff (bei nächt­li­cher Feier wurde stark alkoho­li­siert Zigarette in den Papie­rei­mer gewor­fen) und ein abgebrann­tes Miets­haus, in dem ich leider auch wohnte (Nachbarn haben nach kräfti­gem Bierge­nuss Pfanne mit Fett auf dem Herd verges­sen).
    Die Alk-Opfer, die ich in 20 Monaten Zivil­dienst im Kranken­haus­nacht­dienst erlebt habe, konnte ich nicht mehr zählen.

    Ich bin nicht gegen Alkohol, aber für die hier disku­tierte Sperre, um wenigs­tens einen der Exzesse zu mildern und ein Zeichen zu setzen.

    Für weitere Fragen siehe
    http://www.psychologie-info.org/Alkoholismus/alkoholismus.html

    AntwortenAntwor­ten

  22. Man kann Menschen, die nicht die finan­zi­el­len Möglich­kei­ten
    haben, in den Käfig zu gehen und das teure Bier zu
    konsu­mie­ren, aber an der, der Allge­mein­heit gehören­den
    Fastnacht teilneh­men möchten, nicht ausschlies­sen.
    Die zerbers­ten Flaschen, sind mir auch ein Greul.
    Aller­dings musste ich in den letzten Jahren, immer wieder
    feststel­len, dass die Polizei daneben stand und nicht
    einge­rif­fen hat. Für was stehen die dann dort?
    Ich glaube, dass eine vernüf­tige Aufklä­rungs­ar­beit, wie in anderen
    Kommen­ta­ren schon erwähnt, von nutzen wäre.
    Noch eins möchte ich erwäh­nen und dabei spreche ich auch
    unsere Politi­ker, Polizis­ten und alle anderen an.
    Ich selbst bin in Köln aufge­wach­sen und habe die ersten zwanzig
    Jahre meines Lebens, dort die Fastnacht erlebt, aber war es anders,
    war ich anders? Nein! Diese Probleme gibt es schon immer.
    Was sich geändert hat, sind die Mittei­lungs­mög­lich­kei­ten der Medien.
    Zu meiner Zeit, bliebt noch alles, mehr oder weniger regio­nal begrenzt
    Vielleicht sollten wir uns alle mal in unsere Jugend­zeit verset­zen.
    Mittler­weile bin ich 61. und vielleicht ein bißchen weiser?
    Eine Gesll­schaft, die so auf Konsum getrimmt ist, wie die unsere,
    sollte das negative bei sich selbst suchen und fragen, was
    machen wir falsch?

    AntwortenAntwor­ten

  23. Ich halte die ganze sache für absolut undurch­führ­bar zumal es viele nicht mal wissen.
    Der ganze Käfig ist meinen Augen nur Geld mache­rei und ein grund für mich nicht mehr an der Altwei­ber Fasnacht Teilzu­neh­men.
    Denn die Umstände im Käfig sind in meinen Augen eine absolute Katastro­phe an den meisten stellen wird man halb tot gedrückt weil einfach durch die Umzäu­nung keine Ausweich­mög­lich­kei­ten beste­hen.
    Vor Jahren Stand ich mal Zwischen einem Zaun und einem Getränke Liefe­rant der da jetzt unbedingt durch die Menge musste mit seinem Laster.
    Keine Erfah­rung die weiter zu empfeh­len ist ^^.
    Ich bin für die Absolute Abschaf­fung vom Käfig ^^ es gibt viele viele Städte die es auch ohne diesen Mist schaf­fen und trotz­dem noch genug Profit gemacht wird ^^

    AntwortenAntwor­ten

  24. @cello­bro­ther:

    Die haben sich die letzten Jahre immer aufge­regt, dass vor dem Käfig, zig tausende Glasfla­schen liegen. Und das die Innen­stadt wie ein Müllhau­fen aussieht.

    Und warum stellen die dann keine Glascon­tai­ner vor die Zäune?


    Die regen sich im Käfig immer auf dass die Leute alle Wildpin­keln.

    Und warum stellen die nur mehr Toilet­ten auf?


    Ich verstehe das ganze nicht …

    AntwortenAntwor­ten

  25. Die Veran­stal­tung bezieht sich alleine auf den Käfig, alles was davor läuft würde auf Kosten der Stadt gehen, daher keine Contai­ner (wer würd denn sein Zeug im Suff da rein schmeis­sen?), keine Dixis, sind genug Kneipen da!

    Alkohol / Glasfla­schen­ver­bot, ist glaub ich als Auflage im Rahmen des VersG gemacht worden. Das ganze ist ne öffent­li­che Veran­stal­tung und hat somit auch Aufla­gen (wie bei jeder Demo etc). Der Müll vor dem Laden kostet die Stadt jedes mal so viel Kohle, da ist das gerade recht, sonst bescchwert ihr euch doch wieder dass die Politik so viel Geld ausgibt!? Und das Alkohol­ver­bot soll verhin­dern, dass Jugendliche/Minderjährige sich ihr Hirn totsau­fen, könnt ja mal Abends so gegen 20 durch die Notauf­nah­men pilgern. Das wird dieses Jahr auch so ne Sache, weil beide Kreuz­nacher Kranken­häu­ser im Moment Null zusätz­li­che Kapazi­tä­ten haben, sämtli­che Statio­nen sind schon seit 2 Wochen überbe­legt, aber vll bringts was, wenn der ein oder andere am nächs­ten morgen dann in Kirn/Bingen/Ingelheim/Mainz aufwacht ;-)

    AntwortenAntwor­ten

  26. @Mac: Wen inter­es­sie­ren denn von den »Wildpink­lern« Toilet­ten und wieviel sind — spätes­tens nach Genuß von jeder Menge Alkohol — imstande und willens, die leerge­trun­ke­nen Flaschen in Altglas­con­tai­ner einzu­wer­fen? Schöne Idee, aber da habe ich die betref­fen­den Leute anders kennen­ge­lernt.
    Das Bild einfü­gen geht wohl nicht? Hier dafür ein Link: http://www.chnutz.de/rest/JPMorgan_Muelltrennung.jpg

    @alle, die glauben, das sei nur für den Profit: Ich weiß ja nicht, wer den Eintritt letzt­end­lich kassiert, aber wenn davon die Platz­rei­ni­gung inkl. Müllberge, die Musik inkl. GEMA, die armen Teufel, die die Leute kontrol­lie­ren dürfen, der Zaun, die Toilet­ten­häus­chen, etc. bezahlt werden, wird das wohl nicht den wirklich fetten Reibach bringen. Da bringt der verzehrte Alkohol deutlich mehr.

    Ich hoffe sehr, daß die Aufräum– und sonsti­gen Kosten durch das Eintritts­geld gedeckt sind. Die ca. 50 Millio­nen € Fußball­ran­da­le­kos­ten jährlich nur für den Polizei­ein­satz (http://www.handelsblatt.com/magazin/fussball/weiter-streit-um-kosten-fuer-polizei-einsaetze;2022467) und einiges mehr, wo andere unbedingt die Sau rauslas­sen müssen, nerven schon genug.
    Wenn ich Geld ausgebe, dann lieber für meinen eigenen Drogen­miss­brauch oder zumin­dest für Konstruk­ti­ves.

    Neben­bei: Die Kosten des Alkohol­miss­brauchs in der BRD betra­gen jährlich geschätzte 20 Milli­ar­den € (http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-18305.html)

    AntwortenAntwor­ten

  27. Na, diese Nachricht sorgt ja für reich­lich Gesprächstoff :D

    Wie wäre den ein absolu­tes Alkohol­ve­bot in den Stadt­gren­zen und im Kreis von Bad Kreuz­nach sowie Ausschank von gesun­den Aloe Drinks und Calcium+ Milch im Käfig. Zudem wird Caro Kaffee für die Nacht­schwär­mer ausge­ge­ben da Koffein auch nicht das non-plus-ultra ist. Ferner Nikotin­kau­gum­mis für alle Raucher um die Stadt »Smog«-Frei zu halten. In die Stadt darf man zudem nur mit Elektro­auto hinein­fah­ren welches umwelt­ge­recht auf Maisba­sis gefer­tigt wurde…

    Viel Spaß auf der Fastnacht.
    Ich gehe nicht hin und geniese ein kühles Bierchen zuhause :mrgreen:

    AntwortenAntwor­ten

  28. @Chnutz:

    Wen inter­es­sie­ren denn von den “Wildpink­lern” Toilet­ten und wieviel sind – spätes­tens nach Genuß von jeder Menge Alkohol – imstande und willens, die leerge­trun­ke­nen Flaschen in Altglas­con­tai­ner einzu­wer­fen? Schöne Idee, aber da habe ich die betref­fen­den Leute anders kennen­ge­lernt.

    Das ist ein riesen Problem mit dem »Pinkeln»
    Und wenn Cointai­ner da stehen würden, würden auf 50 % die Flaschen da rein werfen.

    Und lass es nur 20 % sein. Immer noch besser als dieser Scher­ben­hau­fen in der Statdt.

    @:

    Wie wäre den ein absolu­tes Alkohol­ve­bot in den Stadt­gren­zen und im Kreis von Bad Kreuz­nach sowie Ausschank von gesun­den Aloe Drinks und Calcium+ Milch im Käfig.

    Sowas fordert Die Junge Union

    Wie schon jo jmatic geschrie­ben. Verbie­tet den Krieg und es wird keinen mehr geben …

    AntwortenAntwor­ten

  29. Ja, dieses Jahr habe ich mir mal endlich frei genom­men (3 Kidi»s) und wollt mal so richtig feieren am 11.02.2010 im Narren­kä­fig. Wird da einem nicht den Spaß genom­men? Ist das eigen­lich erlaubt? Persön­lich­keits­rechte usw. Ich bin über 18 und darf mir noch nicht mal kaufen was ich möchte? Wo gibt»s den sowas? Da fragt man sich was einem nicht noch alles vorge­schrie­ben wird. Sollten sich an diesem Tag die Gesich­ter (Person­laus­weise). Vielleicht bekämen sie dann die Situa­tion in den Griff!

    AntwortenAntwor­ten

  30. @peter:
    Fastnacht ist keine Veran­stal­tung, wie eine Demo
    oder Jahrmarkt! Es ist ein Allge­mein­gut, vielleicht
    vergleich­bar mit einem Volks­be­geh­ren.
    Ist schon Jahrhun­derte alt, auch wenn es nicht
    die Bezeich­nung »Fastnacht« oder »Karne­val« trug
    War immer von Politik unabhän­gig. Ist ein uralter Brauch,
    der von Kirchen übernom­men wurde und viel später seinen
    Namen bekam.
    Im Jahr 1823 ging der erste »Rosen­mon­tags­zug« auch
    noch nicht unter dieser Bezeich­nung in Köln.
    Ich möchte eigent­lich nur sagen, dass niemand das Recht hat,
    jeman­den von der Fastnacht auszu­schlies­sen.
    Um etwas zu ändern, muss man andere Wege einschla­gen.
    Verbote, Verbote und nochmals Verbote, werden der Sache
    nicht dienen, oder soll man für das feiern von Altwei­ber­fast­nacht
    in den Knast gehen? Vielleicht in zwanzig Jahren Arbeits­la­ger?

    AntwortenAntwor­ten

  31. Fastnacht bzw. Karne­val wird weilt­weit gefei­ert,
    folglich ein Kultur­gut der Mensch­heit. Man sollte die
    Fastnacht unter den Schutz der UNESCO stellen.
    Es war nicht nur, ein vertrei­ben der Winter­geis­ter,
    sondern auch ein Aufbe­geh­ren gegen die Obrig­keit.
    Verklei­dun­gen dienten dazu, sich unkennt­lich zu machen,
    den Mächti­gen gegen­über.
    Vielleicht sollte man es mal aus diesem Blick­punkt betrach­ten.
    Besau­fen und Flaschen werfen, als Relikt aus vergan­ge­nen
    Zeiten? Als anima­li­sches Erbgut der Mensch­heit? Sich wehren
    gegen den aufge­zwun­ge­nen »Kornmarkt­knast«? Oder gegen
    den aufge­zwun­ge­nen »Konsum­kul­tur­fa­schis­mus«?
    Mögli­cher­weise gegen den »Behör­den­fe­ti­schis­mus«, die/der
    immer im Recht sein muss? Vielleicht auch gegen das
    »Polit­ma­nage­ment«, dass seine Macht bewei­sen will
    und muss?
    Ich lasse das mal so stehn.

    AntwortenAntwor­ten

  32. Genau. Schon vor 5.000 Jahren tranken babylo­ni­sche Jugent­li­che Alkopops und zogen randa­lie­rend um den Turm…

    Leute, bleibt mal auf dem Teppich. Fastnacht beinhal­tet das Wort Fasten. Karne­val wird meist übersetzt mit Carne vale, »Vermeide Fleisch«, also wieder Fasten. Mit den Masken wurde nicht gegen die Obrig­keit aufbe­gehrt, sondern gegen die Winter­geis­ter, die Dämonen, die ausge­trie­ben werden sollten. Und ab Ascher­mitt­woch begann die strengste Fasten­zeit, kein Fleisch und keine Feiern bis Ostern. Wenn es also hier heißt »Lernen von den Alten«, dann mit allen Konse­quen­zen.
    Das mit dem Aufbe­geh­ren gegen die Obrig­keit kam erst dazu, als gegen die franzö­si­schen oder preus­si­schen Besat­zer protes­tiert wurde, in dem ähnli­che Unifor­men angezo­gen wurde und man denn den Drill veral­berte. Das ist nicht weltweit so gewesen, sondern ausschließ­lich in wenigen Teilen Deutsch­lands, und auch erst ab Mitte des 19. Jahrhun­derts. Aber auch danach wurde gefas­tet.
    Also dann bitte kein Rosinen picken in der Histo­rie: Erst politisch religiöse Demons­tra­tion, dann wochen­lan­ges Fasten. In Gasthäu­sern und Super­märk­ten werden natür­lich in dieser Zeit kein Fleisch und keine schar­fen Alkoho­lika etc. verkauft, vielleicht kontrol­liert von Glaubens­wäch­tern?! Die guuuude alde Zeit, was?
    Oh, fast hätte ich es verges­sen: Freitags auch kein Fleisch etc.
    Und den regel­mä­ßi­gen Kirchen­be­such nicht verges­sen am Sonntag und zu den Feier­ta­gen. Das Weihnachts­fas­ten muß natür­lich auch einge­hal­ten werden.
    Immer noch Lust? :D

    Zum Schluß noch ein Zitat: »Im Jahr 1296 hat man Unwesen der Fastnacht etwas zeitig angefan­gen / darinn etliche Burger in einer Schle­ge­rey mit der Cleri­sey Gesind das ärgst davon getra­gen / hernach die Sach beschwer­lich dem Rhat angebracht / und umb der Frevler Bestra­fung gebet­ten.“ (von http://de.wikipedia.org/wiki/Karneval,_Fastnacht_und_Fasching)
    Tja, Lernen von den Alten… :nene:

    AntwortenAntwor­ten

  33. @Chnutz:
    Nein, Alkopops waren es sicher nicht.
    Getrun­ken haben sie aber mit Sicher­heit.
    Vor 5000 Jahren war es üblich, Jugenli­che
    betrun­ken zu machen, um sie anschlies­send
    zu missbrau­chen. Nicht nur im babylo­ni­schen,
    sondern auch im griechi­schen, ägypti­schen
    und römischen Raum. Man denke an die
    sogenann­ten »Lustkna­ben« die sich Philo­so­phen
    und andere hielten. Zum Glück heute nicht mehr üblich.
    Alledings waren an einem Tag, Sklaven ihren Herren
    gleich­ge­stellt und konnten sagen und machen
    was sie wollten. Ob es jemand überlebt hat ist
    nicht überlie­fert.
    In der Altstein­zeit hat man Dämonen schon mit
    Masken vertrie­ben.
    Seit dem 12. 13 Jahrhun­dert, war es ein Frucht­bar­keits­fest.
    Um etwa dieser Zeit, gab es auch die »Narren­feste« die sich
    gegen die Kirchen wandte. Folglich gegen die Obrig­keit
    und von dieser gedul­det.
    Ob und wer das überlebt hat, ist auch nicht überlie­fert.
    Der Karne­val in Venedig, enstammt der »Comme­dia del Arte»
    und für was die steht, muss wohl nicht erklärt werden.
    In Brasi­lien, war es ürsprüng­lich, ein Fest der Armen und
    man bewarf sich mit allem, was man in die Hände bekam.
    Später durften auch dunkel­häu­tige Menschen daran
    teilneh­men. Diese bemal­ten ihre Gesich­ter weiss. Warum wohl?!
    Die Portu­gie­sen haben wohl den Karne­val dort hin gebracht
    Der karibi­sche Karne­val, ist in der Sklaven­zeit entstan­den.
    Dort sangen die Sklaven, Spott­lie­der auf Rassis­mus und
    gegen ihre Herren. Soviel zu deiner zeitli­chen und örtli­chen
    Eingren­zung.
    Aber wir reden ja an der Sache vorbei. Die, die sich vor dem
    Käfig aufhal­ten, sind in der Regel volljäh­rig und sollten
    eigent­lich wissen was sie machen. Was nicht heisst,dass
    ich das gut finde, wenn die dort in ihrer Pisse oder Kotze
    liegen. Es ist nie gut, wenn jemand, ob 15. oder 85. irgendwo
    rumliegt. Wir können hier noch so viel reden, es wird nichts
    ändern. Im nächs­ten Jahr, wird es wieder so ausse­hen, wie es
    wahrschein­lich in diesem und den letzten Jahren ausge­se­hen hat.
    Da werde auch Verbote nichts dran ändern.
    Die Verle­gung von der Fussgän­ger­zone auf den Kornmarkt, hat
    auch nichts geändert.
    Und ein Verbot, das vor Gericht mit sicher­lich keinen Bestand hat,
    wird es auch nicht.
    Es geht nur mit Aufklä­rung und einem umden­ken in unserer Gesell­schaft.

    AntwortenAntwor­ten

  34. @cello­bro­ther
    Schade, ich hatte hier vorges­tern als weite­ren Kommen­tar eine Linksamm­lung versucht anzuhän­gen, die aber irgend­wie abhan­den gekom­men ist.
    Die Linksamm­lung zusam­men­ge­fasst:
    1.) Es gibt viele Alkohol­ver­bots­zo­nen in Deutsch­land, über die ganze Republik verbrei­tet.
    2.) Diese Zonen haben laut Polizei– und Kranken­haus­sta­tis­ti­ken um die 15% +/- 5% weniger Alkoho­lo­p­fer und Sachschä­den gebracht.
    3.) Das Mannhei­mer Verwal­tungs­ge­richt hat die Verord­nung zur Freibur­ger Alkohol­ver­bots­zone aufge­ho­ben, weil — verein­facht gesagt — nicht alle, die von der Einschrän­kung betrof­fen sind, auch einge­schränkt werden müssten. Hier die genaue Begrün­dung: http://vghmannheim.de/servlet/PB/menu/1244595/index.html?ROOT=1153033
    4.) Sucht­ex­per­ten fordern mehr Präven­tion, nicht nur Verbote. Hier auch dazu ein Link: http://www.openpr.de/pdf/277107/Suchtexperten-fordern-Praeventionskonzepte-statt-nur-Alkoholverbot-in-der-City.pdf

    Und an der Stelle gehen wir zumin­dest zu 50% konform: Das Verbot ist ein Offen­ba­rungs­eid, weil anderswo zu wenig getan wurde. Wenn ich am zum Beispiel am Chateau d’If vorbei­fahre, sehe ich umfang­rei­che »Bei uns ist viel Saufen billig«-Werbung. Die Besof­fe­nen auf der Links­ab­bie­ger­spur, die mir dort oft fast vor den Wagen laufen, erschei­nen mir alle sehr jung zu sein.
    Das nach dem Gaststät­ten­ge­setz keine Angetrun­ke­nen oder Minder­jäh­rige Alkohol bekom­men dürfen, wird in vielen Lokalen entwe­der gerne »überse­hen« oder durch »Freunde« umgan­gen.
    Eventu­ell wäre eine freiwil­lige Aktion der Kreuz­nacher Gastwirte in Zusam­men­ar­beit mit Sucht­ex­per­ten mal ein guter Gedanke.
    :?: Kennt jemand hier dafür einen Ansprech­part­ner?

    Endgül­tig Offto­pic: Mit den Narren­fes­ten irrst Du. Die waren nicht gegen, sondern in bzw. mit den Kirchen verbrei­tet. Kleri­ker verklei­de­ten sich weltlich, Weltli­che als Pries­ter.
    Die Kirche war, anders als heute, so sehr in und um den Menschen, daß ein echtes »Dagegen« gar nicht zu finden ist, ich kenne zumin­dest keine Primär­quelle. Mehr will ich hier wg. »Thema verfehlt« nicht schrei­ben.
    Lies doch mal: http://de.wikipedia.org/wiki/Fastnacht
    Mehr zum Thema können wir aber gerne per Mail oder so austau­schen, mein Name ist ja verlinkt :-)

    AntwortenAntwor­ten

  35. Ist mir Wurscht,ich gehe da eh nicht hin.Vor Jahren war ich mal in der City und habe mir das aus der Nähe angesehen.Ob mit oder ohne Alkohol,ich finde vor
    allem diesen Käfig / Zaun völlig daneben.Und ich zahle doch keinen Eintritt
    um da reinzukommen,nur das ich an den Ständen Geld ausge­ben kann. :)

    AntwortenAntwor­ten

  36. @Chnutz:
    Wikipe­dia ist nicht das »Allwahr­sa­gende«, aber lassen wir das.
    Meiner Meinung nach, verla­gert sich nur die Örtlich­keit.
    In Parkan­la­gen oder auf Spiel­plätze? Vielleicht auch in einer
    sturm­freien Wohnung. Gibt es wohl keine Unter­su­chun­gen drüber.
    Wer kümmert sich um jeman­den, der dort seinen Rausch ausschläft?
    Wenn in der »Zone« jemand besof­fen hinfällt, ist gleich eine Ambulanz
    da und fährt ihn ins Kranken­haus.
    Solange keine gescheite Präven­tion betrie­ben wird, wird sich auch
    nichts ändern. Es ist traurig, dass es mehr um die Scher­ben geht, als
    um die Menschen, die sie verur­sa­chen, aus welchen Gründen auch immer.
    Freue dich du Käufer­schicht, die Geschäfte sind nun an der Weiber­fast­nacht
    wieder frei zugän­gig und wohl auch keine besof­fene Verkäu­fe­rin in Sicht.
    (Scherz) bevor da einer was falsches versteht. Aller­dings müssen die
    Damen, nun wieder richtig malochen.
    So, jetzt sage ich nichts mehr dazu.

    AntwortenAntwor­ten

  37. @cello­bro­ther:

    Wikipe­dia ist nicht das “Allwahr­sa­gende”.

    Du hast recht. Aber in dem Artikel ist es gut zusam­men­ge­fasst. Für dichtere Infos habe ich Dir ja Mailkon­takt angebo­ten, hier stelle ich lieber keine Buchzi­tate rein ;-)

    Meiner Meinung nach, verla­gert sich nur die Örtlich­keit.
    In Parkan­la­gen oder auf Spiel­plätze? Vielleicht auch in einer
    sturm­freien Wohnung. Gibt es wohl keine Unter­su­chun­gen drüber.

    Doch, hatte ich verkürzt zitiert: Zwischen 10 und 20% Rückgang durch Verbots­zo­nen. Gruppen­druck ist ein Haupt­aus­lö­ser, je größer die Menge, destio mehr. Macht mal einen Ampel­test. Einer geht bei Rot: Alle oder fast alle anderen bleiben stehen. Fünf gehen bei Rot: Fast alle gehen zögernd mit Zehn gehen bei Rot: Alle anderen gehen ohne zu zögern auch.
    Die Leute werden übrigens aus eigener Erfah­rung (Nacht­dienst im Kranken­haus, siehe oben) auch von zuhause durch die Kumpels zum Kranken­haus oder Toten­grä­ber geschleppt. Dort zählen, schon hast Du eine aussa­ge­kräf­tige Unter­su­chung.

    Solange keine gescheite Präven­tion betrie­ben wird, wird sich auch nichts ändern. Es ist traurig, dass es mehr um die Scher­ben geht, als
    um die Menschen, die sie verur­sa­chen, aus welchen Gründen auch immer.

    Und wieder hast Du Recht. Für mich der zentrale Punkt mit der Präven­tion!

    Freue dich du Käufer­schicht, die Geschäfte sind nun an der Weiber­fast­nacht
    wieder frei zugän­gig […].

    Das ist wieder ein Satz, weshalb ich mich mal so richtig echauf­fiere in dieser Diskus­sion. Alles, was nicht passt, wird den bösen Geldver­die­nern zugescho­ben. Das geht mir zu weit. Es geht um bürger­li­che Ordnung (was auch immer man davon halten mag) und um Schutz der Kids vor sich selbst.
    Ob das Verbot der richtige Weg ist, ist sicher zweifel­haft. Das ist Symptom­be­kämp­fung und viel Effekt­ha­sche­rei (wir tun was). Aber »Das war schon im Mittelalter/in Babylon/immer so« ist kein gülti­ges Argument und Verächt­lich­ma­chung der Verbots­be­für­wor­ter als Geldsä­cke hilft auch nicht weiter und stimmt bei der Mehrzahl auch nicht. Du solltest mal in meinen Beutel schauen, dann bin ich über jeden Geldsack-Verdacht erhaben :lalala:
    Vorschläge, wie es anders geht, kommen leider fast keine. Also, statt Mäkeln Machen bitte.
    – Traut Euch, einzu­schrei­ten oder etwas zu sagen, wenn Ältere Jugend­li­chen Alkohol kaufen oder verab­rei­chen.
    – Beschwert Euch beim Wirt, wenn er sich fehlver­hält.
    – Gebt ein Beispiel maßvol­len Alkohol­ge­nus­ses (Nein, nicht die Maß ist gemeint).
    – Beschwert Euch bei den Gastro­no­men und Politi­kern über Angebote, wo Alkohol billi­ger wird, wenn man ihn in Mengen konsu­miert (Flatrates; »Trink 20, zahle 19″; etc.)
    – Fordert bei Eurem Gastro­nom und Politi­kern ein, daß Nichtal­ko­ho­li­sche Standard-Getränke (Wasser, Cola, Schorle) billi­ger sind als alkoho­li­sche.
    – Zwingt nieman­den durch Lästern oder Gruppen­druck zum Trinken.
    – Bezeich­net jeman­den, der solche Ratschläge beher­zigt, nicht als Spaßbremse. Alkohol ist nach Rauchen und Herzin­farkt die dritt­häu­figste Todes­ur­sa­che in der BRD. Da hört der Spaß beson­ders ohne Bremse auf.

    Wenn das genug beher­zi­gen, braucht es ganz sicher keinen Käfig und keine Verbots­zo­nen.

    AntwortenAntwor­ten

  38. Den einzi­gen Sinn, den eine solche Maßnahme hat, ist die Leute noch schnel­ler in den Käfig und zu den Stand­be­trei­bern zu treiben, schließ­lich zahlen die ja ihre Stand­ge­büh­ren und finan­zie­ren so der Stadt den ganzen Tag (zusam­men mit dem Eintritt zum Käfig).

    AntwortenAntwor­ten

  39. Artikel in der Allge­mei­nen Zeitung, der zum Nachden­ken über die von der Stadt getrof­fene Käfig­hal­tung der Narren und das ausge­spro­chene Alkohol­ver­bot in weiten Teilen der Innen­stadt anregt

    Zitate daraus:
    »Ausschank am 15. Oktober vergan­ge­nen Jahres beantragt, aber erst nach drei Monaten eine Absage erhal­ten »
    »Karl-Heinz Gilsdorf als Verant­wort­li­cher für das Ordnungs­amt die Konzes­sion abgelehnt »
    »am Telefon konfron­tiert, sei Gilsdorf ausfäl­lig gewor­den»
    »Ausschank abgelehnt, weil er kein Mitglied der Narre­fahrt sei«

    Kreuz­nach, wie es leibt und lebt!

    HELAU !!!

    Gesam­ter Arikel zu lesen unter
    allgemeine-zeitung.de
    :D

    AntwortenAntwor­ten

  40. Ach die Geschichte mit dem Garagen-Ausschank bei der Turmstraße …

    AntwortenAntwor­ten

  41. @Kreuz­nacher: Die allge­mei­nen Probleme mit exzes­si­vem Alkohol­ge­nuss mal ausge­nom­men, ist es schon erstaun­lich, daß lt. dem Artikel private Veran­stal­ter neuer­dings Konzes­sio­nen verge­ben. So erweckt der Artikel den Anschein.
    Wenn das Ordnungs­amt den Ausschank wegen den lt. Artikel »vier Schlä­ge­reien mehr« und der Raumsi­tua­tion nicht geneh­mi­gen würde, wäre das verständ­lich. Aber ein Veran­stal­ter hat im Öffent­li­chen Raum nichts zu geneh­mi­gen oder zu unter­sa­gen. Also: Viel Erfolg, Anwalt!
    Ärgern tut mich an der Geschichte, daß so Reaktio­nen wie von »Gast« heute morgen provo­ziert werden und der eigent­li­che Sinn der Verbots­zo­nen damit in den Hinter­grund gedrängt wird.

    Jetzt noch ein Seiten­hieb auf »Gast«: Wer ist den diese Stadt, der da ein Tag finan­ziert wird? »Die da oben« wieder, nicht wahr?! #verständ­nis­lo­ses Kopfschüt­teln#
    Ich finde das Verur­sa­cher­prin­zip hier gut umgesetzt: Wer säuft und/oder feiert, der darf das gerne tun, trägt aber auch die damit verbun­de­nen Kosten.
    Ich zahle in der Kneipe ja mit dem Getränk neben dem Verdienst des Gastwirts auch gleich­zei­tig die Toilet­ten, die Heizung, die Musik & den Müll.

    Nochmal: Wären die Feiern nicht oft ausgeu­fert, gäbe es keine Käfige, keine Alkohol­ver­bots­zo­nen und auch keine Diskus­sio­nen darüber. Der Versuch, Ursache und Wirkung zu vertau­schen, hilft nicht weiter.

    Und jetzt wünsche ich mir heir mal einen Kommen­tar zu »Was wir präven­tiv tun wollen, damit wir die Sch… Verbots­zo­nen nicht mehr brauchen« 8)

    AntwortenAntwor­ten

  42. @Kreuz­nacher:

    Hallo zusam­men,

    heute war wieder ein Bericht in der AZ!

    Ich finde es traurig, wenn man als Verein (der das Sonder­nut­zungs­recht von der Stadt erteilt bekommt!), nicht den Mumm hat, einem kleinem Stand­be­trei­ber, den waren Grund mitzu­tei­len, warum er dieses Jahr keine Schank­ge­n­e­mi­gung bekommt, sondern erst die Stadt vorschiebt!
    Die sich dann auch noch von diesem Verein »vor den Wagen spannen« lässt und zu guten schluss versucht, die schuld auf die Polizei zuschie­ben!

    Ein Schelm der dabei böses denkt!

    AntwortenAntwor­ten

  43. In der AZ ist ein Artikel zu finden, der die Dring­lich­keit der Massnah­men, wie Glas– und Alkohol­ver­bot rund um den Narren­kä­fug »Ad Absur­dum« führt.

    »Die Zahlen: Seit 2007 sind die Krankenhaus-Behandlungszahlen am Altwei­ber­fa­sching für alkoho­li­sierte Kinder um 80 Prozent gesun­ken. 2009 waren erstmals keine Behand­lun­gen von Kindern und Jugend­li­chen auf den Inten­siv­sta­tio­nen nötig.«

    Weiter­le­sen unter http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bad-kreuznach-bad-sobernheim-kirn/landkreis-bad-kreuznach/8354273.htm :D

    AntwortenAntwor­ten

  44. @Kreuz­nacher: Dazu ein alter Witz aus Bayern. Tourist: »Sie, sagen Sie, die Klippe ist aber gefähr­lich, warum steht denn da kein Warnschild?« Einhei­mi­scher: »Mei, da stand ja eines, aber weil da eh« niemand mehr »nuntergefall’n is, hammers wieda weggnomm««
    Nachdem durch Präven­ti­ons­maß­nah­men die Situa­tion gebes­sert wurde, lassen wir jetzt die Präven­tion weg?!
    Übrigens, genau lesen: 20% der Anzahl Kinder & Jugend­li­chen von 2007 wurden demnach 2009 noch einge­lie­fert. Das sie »nur noch« besof­fen sind, aber nicht mehr mit drohen­der oder einge­tre­te­ner Atemläh­mung auf der Inten­siv liegen, macht die Sache nicht wirklich viel besser.
    Ich finde, man sollte die Wirkung dieser sicher recht­lich zweifel­haf­ten Alkohol­ver­bots­zone über ein oder zwei Jahre prüfen und dann abwägen, ob eine signi­fi­kante Verbes­se­rung einge­tre­ten ist. Wenn keine deutli­che Besse­rung eintritt, dann sollte die Zone umgehend zuguns­ten der Freiheit des Einzel­nen wieder abgeschafft werden.
    Was mich in dem Artikel echt freut: »Um den Verzicht bezie­hungs­weise das maßvolle Konsu­mie­ren von Alkohol zu unter­stüt­zen, appel­lie­ren die Behör­den an die älteren Karne­va­lis­ten ein vorbild­li­ches Trink­ver­hal­ten an den Tag zu legen. Zudem werden dieses Jahr erstmals kosten­los alkohol­freie warme und kalte Getränke, wie Tee, Punsch und Orangen­saft vom Malte­ser Hilfs­dienst und dem Deutschen Roten Kreuz an Jugend­li­che abgege­ben.« Top, endlich mal eine positive Aktion! Der Ausschank der Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen sollte von den alkohol­aus­schen­ken­den Betrie­ben finan­ziert werden.
    Gibt es eigent­lich die »Wunder­Bar« mit ihren genia­len alkohol­freien Cocktails noch? Die würde doch auch dahin passen.

    Nachtrag: Wenn die Kranken­häu­ser damit nicht überfor­dert sind, wäre eine Klärung, woher die Alkohollei­chen kommen, sicher hilfreich. Wenn alle von zuhause oder von Privat­fe­ten kämen, könnte man die Zone auch gleich im nächs­ten Jahr wieder einstamp­fen.
    Und wenn sie aus dem Käfig kämen, sollte man ein ernstes Wörtchen mit dem Veran­stal­ter reden. Wie war das? Alkoho­li­siert aus dem Käfig auf die Bahngleise?! Hmmm.…

    AntwortenAntwor­ten

  45. @ cello­bro­ther

    @peter:
    Fastnacht ist keine Veran­stal­tung, wie eine Demo
    oder Jahrmarkt! Es ist ein Allge­mein­gut, vielleicht
    vergleich­bar mit einem Volks­be­geh­ren.
    Ist schon Jahrhun­derte alt, auch wenn es nicht
    die Bezeich­nung “Fastnacht” oder “Karne­val” trug
    War immer von Politik unabhän­gig.

    Natür­lich ist Fastnacht keine Veran­stal­tung wie ne Demo, aber die Veran­stal­tung im Käfig ist eben genau so eine. Es gibt hier einen Veran­stal­ter, der das ganze ausrich­tet und hierbei Vorschrif­ten zu beach­ten hat. Für jede solcher Veran­stal­tung gibt es Aufla­gen (wie auch z.B. bei der Apres-Ski-Party auf dem Kuhberg).
    Diese Aufla­gen dienen der Sicher­heit von Unbetei­lig­ten und dem Allge­mein­wohl. Denn das Geld was hier für Entsor­gung von Müll etc ausge­ge­ben wird fehlt dann nachher um sonst­was zu bauen, vll wird ja der Kinder­gar­ten von deinen Kindern deswe­gen geschlos­sen.

    AntwortenAntwor­ten

  46. @peter:

    Was bitte schön, soll denn der Veran­stal­ter bauen????

    AntwortenAntwor­ten

  47. Die Fastnacht fand immer auf der Straße statt
    und war unabhän­ging von Veran­tal­tern!
    Der Veran­stal­ter dieser »Knastein­heit Käfig« hat
    nicht das Recht, ausser­halb der »Zaunen­klave»
    die Fastnacht zu verbie­ten!
    Wenn es um den Müll geht, dann muß auch der
    Samstags­um­zug verbo­ten werden.
    Jahre­lang konnte man beobach­ten, dass die Polizei
    zuschaute, nicht eingriff, wenn jemand Flaschen
    zerdep­perte. Warum wurde dem nicht Einhalt geboten?
    Damit hätte man viel Müll verhin­dern können.
    Die Kosten der Müllent­sor­gung sind gering, gegen­über
    der unsin­ni­gen Weiter­füh­rung »Trasse B 48 Kohlen­weg
    Viadukt« einem Relikt aus den 60zigern.
    Mit diesem Geld, könnte man wirklich etwas für Bildung
    im allge­mei­nen machen.

    Gruß an Peter, Cello­bro­ther.

    AntwortenAntwor­ten

  48. Noch etwas zu den Kosten.
    Die Absper­rung und die Kontrolle
    wird mit Sicher­heit um einiges teurer,
    als den Müll zu entsor­gen der zusätz­lich
    zum Käfig anfal­len würde.
    Sicher­lich wird auch an diesen Absper­run­gen
    Müll anfal­len. Der muss auch entsorgt werden.
    Viel Spaß bei eurem Spießer­tum.

    Cello­bro­ther

    AntwortenAntwor­ten

  49. Lieber Peter!
    Ich habe noch den Bahnhof­be­reich
    und Bahnhof­vor­platz bei den Kosten
    verges­sen.
    Na, sollen wir noch weiter aufrech­nen?
    Bevor du wieder antwor­test, lese meine
    Kommen­tare komplett und reisse nichts aus
    Zusam­men­hänge.

    Cello­bro­ther

    AntwortenAntwor­ten

  50. @Cello­bro­ther: Ich glaube, Du hast da etwas missver­stan­den. Es geht nicht in der Haupt­sa­che um die Vermei­dung von Müll, sondern um die Gefähr­dung Aller durch Glasscher­ben & Rauflus­tige sowie der Kinder und Jugend­li­chen durch übermä­ßi­gen Alkohol­ge­nuß.

    Was jetzt wiederum die Kohlen­straße damit zu tun hat, ist mir nicht ganz eingän­gig und ist mir als Argument etwas weit herge­holt.

    Und warum es hier mit Belei­di­gun­gen weiter­ge­hen muß (»Spießer­tum«), das sehe ich auch nicht ein.

    Wenn Du aller­dings die Bezeich­nung »Spießer« so umdeu­test auf »Jugend­schüt­zer« und »Schüt­zer von unbetei­lig­ten Passan­ten vor Verlet­zun­gen durch Glassplit­ter«, dann male ich mir gleich morgen einen »Spießer«-Button — der passt ja dann auch gut zu meiner Helle­barde :D

    In einem Fernseh­be­richt gestern wurde Bad Kreuz­nach geschil­dert als eine Stadt, wo viel gefei­ert wird — manch­mal auch zu ausufernd. Das klang zusam­men­ge­nom­men durch­aus nicht mehr wie ein Lob und würde mir, wäre ich Stadt­vor­stand in Kreuz­nach, sehr zu denken geben.

    Langsam hätte ich gerne mal echte Vergleichs­zah­len. In dem oben verlink­ten Radio­be­richt redete ein Polizei­spre­cher zum Beispiel von 14 Schlä­ge­reien. Ich finde das viel. Im Vergleich zu Köln, was letztes Jahr als negati­ves (!) Beispiel heraus­ge­ho­ben wurde, hat Bad Kreuz­nach 2009 damit mehr als 5 x soviel Prüge­leien auf die Einwoh­ner­zahl gerech­net erleben müssen. Stimmt das nicht nachdenk­lich? Hat das Eurer Meinung nach wirklich noch mit Feier­kul­tur zu tun?

    AntwortenAntwor­ten

  51. @Chnutz:
    Mein Lieber, bleib auch du bei den Zusam­men­hän­gen.
    Ich habe nur auf den Kommen­tar von Peter geant­wor­tet.
    Lese beide Kommen­tare und du verstehst den Zusam­men­hang.
    Wie ich zu den Scher­ben stehe, habe ich doch schon erwähnt.
    Darüber müssen wir nicht weiter strei­ten. Aller­digs muß man
    auch sagen dürfen, daß die Polizei nicht ganz unschul­dig
    an der Sache ist.
    Es gibt Menschen, die sich gerne an einer Straßen­fast­nacht betei­li­gen
    würden, aber nicht in einem, an einen Zoo erinner­den, Käfig.
    Seit mindes­tens zehn Jahren, wird immer drei Wochen vor
    Fastnacht, sich an das Chaos vom letzten Jahr erinnert, aber danach
    redet niemand mehr darüber. Der Rest vom Jahr wird keine Aufklä­rung
    betrie­ben, aber dann wieder »Knüppel aus dem Sack« bravo.
    Das ist eine Doppel­mo­ral die Spießer so an sich haben.
    Wenn du dir mal die allge­meine Verbre­chens­rate betrach­test, wirst
    du merken, dass Kreuz­nach auch dort (z. B. Rausch­gift­de­likte)
    immer unter den ersten Drei steht. Dies sollte auch nachdenk­lich stimmen.

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