Narrenkäfig 2010.
Dieses Jahr wird an Altweiberfassenacht in Bad Kreuznach mit harten Geschützten aufgefahren.
Totales Alkoholverbot rund um den „Narrenkäfig“ und das ist kein FAKE!
Auf Anregung der Polizei und mit Absprache des Veranstalters, der Verein „Kreiznacher Narrefahrt“, erlässt die Stadt erstmals eine Allgemeinverfügung:
Am Donnerstag, 11. Februar, gilt von 10 bis 22 Uhr in folgenden Bereichen ein Alkoholverbot:
Europaplatz (Bahnhofsvorplatz) – Mannheimer Straße von der Klappergasse bis zur Salinenstraße – Kreuzstraße zwischen Hasengase und Turmstraße/Hospitalgasse – Römerstraße von der Hasengasse bis zur Mannheimer Straße – Klostergasse – Hospitalgasse
Außerdem ist in dieser Zeit das Mitführen von Glasflaschen verboten. Zu diesem Zweck stehen an folgenden Stellen Kontrollen mit Glas-Containern:
Salinenstraße/Mannheimer Straße, Salinenstraße/Klostergasse, Römerstraße/Hasengasse, Kreuzstraße/Hasengasse/Prinzengasse und Kreuzstraße/Turmstraße/Hospitalgasse
Kommentar:
Ich bin ja mal gespannt ob die Läden ReWe / Lidl & Co. , alle in der Innenstadt, an diesen Tag auch keinen Alkohol verkaufen dürfen.
Mac
Die Polizei wird gemeinsam mit dem Vollzugsdienst des Ordnungsamtes und Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes der „Kreiznacher Narrefahrt“ Streifen bilden um zu kontrollieren.
Auch die Bahn AG hat sich für den Bahnhof der Allgemeinverfügung der Stadt angeschlossen und lässt das Alkohol– und Glasverbot durch die Bundespolizei bei den Reisenden kontrollieren.
MEHR ZUM THEMA : lifetime-kreuznach.de
Dazu ein SWR Studio Mainz Audiobeitrag aus der ARD Mediathek:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
INFO: Käfig voller Narren
Seit 2004 gibt es in Bad Kreuznach am Altweiberdonnerstag den “Käfig voller Narren” am Kornmarkt.
Vor dieser Zeit war immer die komplette Fußgängerzone überfüllt und in den großen Geschäften (Kaufhof & Co.) herrschte das totale Kaos (Toiletten / Müll / Diebstahl).
Um der Abfallflut von Glasflaschen und Dreck, dem Jugendschutzgesetz Herr zu werden und um die Menschenmassen (in der Regel 12.000 bis 14.000 Menschen) “in Zaun” zu halten, wurde 2004 ein Bauzaun um dem Kornmarkt gezogen.
Der Käfig öffnet bereits um 11.11 Uhr und endet um 20:00 Uhr. An einer Tageskasse kann man dann Bändchen kaufen (3,- EUR). Mit diesem Bändchen kann man dann rein und raus gehen.
So sah das letztes Jahr aus:
Alle Themen vom Kreuznacher Käfig: Der Käfig
Eure Meinung ?
Schlagwörter:Altweiber, Bad Kreuznach, Der Käfig, Fassenacht, Karnevalkampagne 2010, Kornmarkt, Kreuznacher Narrenfahrt, Party / Nightlife
Themenbereich: Allgemein, Polizei
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am 19. Januar 2010 um 16:17 Uhr
Wie wollen die das kontrollieren?
am 19. Januar 2010 um 17:02 Uhr
Unglaublich !
Was geht den bei Euch in Bad kreuznach ab?
am 19. Januar 2010 um 17:50 Uhr
Schlecht ist die Idee nicht.
Aber, das Problem wird nur »leider« an eine andere Stelle verlagert.
am 19. Januar 2010 um 18:24 Uhr
Man darf sich in Kreuznach halt nur »legal« besaufen! Bin gespannt, ob die Stände im Käfig nach dem Ausweis fragen?!?
am 19. Januar 2010 um 19:20 Uhr
Wie bereits erwähnt, die Idee ist nicht schlecht …
… Aber, ich weiß nicht, ob dieses Verbot überhaupt so kurzfristig zulässig ist:
- das man wegen einer Veranstaltung am Kornmarkt in der gesamten Innenstadt ein Alkohol Verbot verhängt
und
–dass das »Mitführen von Glasflaschen« untersagt ist
Was macht den der ReWe, die NORMA und der Lidl? Dürfen die an diesem Tag keinen Alkohol verkaufen?
Das schränkt die Persönlichkeitsrechte doch ziemlich ein. (Siehe auch: Behörden gestoppt: Alkoholverbot in der Öffentlichkeit illegal).
Und was machen die Anwohner der Innenstadt?
Ich schätze, die Stadt hat die Allgemeinverfügung nicht ohne Grund, erst 3 Wochen vor der Veranstaltung verhängt. Da können keine Klagen mehr kommen.
Ob das was bringt, ist die Frage. Ich hoffe mal nicht, dass es zu Randale kommt.
Was endlich mal gelöst werden sollte:
Einheitliche Becher und Becherpfandpreise
Genügend Toiletten und mehr Aus– und Eingänge.
Siehe auch: Fazit Altweiber Bad Kreuznach 2009
Und wie wäre es mal mit »Käfig voller Narren ab 18 Jahren«?
am 19. Januar 2010 um 21:57 Uhr
ich finde es nicht so toll…
wie soll man sich jetzt die ganzen Frauen schön saufen
am 19. Januar 2010 um 22:30 Uhr
[…] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von kreuznach-blog.de, kreuznach-blog.de, kreuznach-blog.de, kreuznach-blog.de, kreuznach-blog.de und anderen erwähnt. kreuznach-blog.de sagte: HUCH!: Alkoholverbot rund um den „Narrenkäfig“ http://bit.ly/4rihHY […]
am 20. Januar 2010 um 08:03 Uhr
Mac, dein Hinweis mit »ob das zulässig ist« ging mir auch durch den Kopf.
Ich zitiere mal eben aus einem Beschluss des VGH Baden-Würtemberg, in Folge dessen das Alkoholverbot im Freiburger Kneipenviertel für unzulässig erklärt wurde.
Und ich behaupte mal, dass eine Absprache mit dem Veranstalter nicht als »abgesicherte Prognose« gelten dürfte
Wobei es natürlich sein kann, dass das Polizeigesetz in RLP anders aussieht.
Aber wieso sollten 3 Wochen vor der Veranstaltung keine Klagen mehr kommen?
*muahaha*
am 20. Januar 2010 um 08:43 Uhr
Interessanter Ansatz: ich darf vor meiner eigenen Türe nicht trinken, stattdessen muß ich erst 3 € Eintritt bezahlen, um dann Alkohol im Käfig kaufen zu können.
Wenn es dabei mal nicht um Geldmacherei geht!?
Komischerweise gibt es in Mainz und Kölle kein Käfig und da funktionniert es auch.
am 20. Januar 2010 um 08:45 Uhr
@Andreas:
Ich reich dir ein Bier am Balkon rüber
am 20. Januar 2010 um 11:03 Uhr
Ei mei lieber Mann! Das is ja mal ein Unding … Nächstes Jahr die Schlagzeile »Alkoholverbot am Fastnachtsumzug!«, in 2 Jahren die Schlagzeile »Narrenkäfig trocken — striktes Alkoholverbot im Käfig« und in 3 Jahren herrscht während der gesamten Narrenzeit von 11.11 bis Aschermittwoch überall in KH Alkoholverbot.
Mit dem Käfig hat man sich ja mittlerweile abgefunden und macht ja auch seine Späßchen damit. Aber der neueste »Streich« der netten Herren geht eindeutig zu weit!
Wir brauchen einen Kämpfer für die Gerechtigkeit und vorallem NARRENFreiheit des Kreuznacher Volkes
am 20. Januar 2010 um 11:45 Uhr
Ist das nicht eigentlich ein klein wenig naiv, wenn die Kreuznacher Bürger ihren Politikern die Lösung dieses Problems überlassen/zutrauen? Was soll Politik hier regional schon gross anders machen, als sein Vorbild in Land und Politik: kurzfristig wirkende Exekutiv-Massnahmen. Das kennt Bürger doch!?
Will Bürger längerfristig einen Sinneswandel, muss er doch selber aktiv werden, oder!?
Bin kein guter Fastnachtsauskenner, aber: Wie wäre es, wenn Bürger mal seine Karnevalsvereine stärker in die Pflicht nähme, und die den Alkohol (ohne Zeigefinger, oder wenn dann nur gegen sich selbst gerichtet) mal längerfristig zum Thema machen würden?
Wie wäre es mit langfristigen Kampagnen der organisierten Fastnachter? Z.B. mit drastischen Werbemassnahmen? Bilder von Kids im eigenen erbrochenen im Rinnstein (am besten noch einen übergewichtigen betrunkenen und (wichtig) erwachsenen Clownsmaskenträger/in im Hintergrund, und/oder völlig entmündigt in den Händen von Polizei und anderen Hilfsorganisationen.
Wie damals bei den Anti-Raucher-Kampagnen: Welche Bilder und Botschaften sind hängen geblieben? Die drastischen. Die derben. Die Operationsbilder vom krebs-schwarzen Lungenflügel und die arme Sau, die hinterher kaum noch schnaufen konnte.
Meine Sicht: Die erwachsenen, alkoholtrinkenden Fastnachtsteilnehmer (und das dürfte hier in der Region eine recht beachtliche Schnittmenge der Bevölkerung sein), sollten das Thema offensiv, zuspitzend und ruhig auch karikierend angehen. Meine Erfahrung: Jugendliche erreicht man über ihre körperlichen Eitelkeiten eher, als über die “trockene” Vernunft.
Die Jugend will sich vom Erwachsenenklüngel absetzen, das ist eine Binsenweisheit. Insofern wird man Jugend und Alkohol trotzdem an Fastnacht immer ein Thema bleiben. Deshalb sind Exekutiv-Massnahmen, meiner Meinung nach, in Ordnung, aber sie sind keine Lösung nach der Ersten-Exzess-Hilfe.
Kleiner Augenzwinkerer: Ist schon jemand aufgefallen, wie variantenreich Legislative und Exekutive sind? Raucher werden ausgesperrt und die Trinker werden eingesperrt. Gut, dass kein Dach über dem Narrenkäfig ist, denn sonst hätten die rauchenden Trinker echt Stress.
am 20. Januar 2010 um 12:35 Uhr
@jo jmatic:
*Schmunzel*
am 20. Januar 2010 um 12:45 Uhr
@jo jmatic: Dann soll ich, einer Gruppe von 16 jährigen sagen, dass sie mit dem Trinken aufhören sollen?
Ja sicher … ich stelle mir hin und versuche das mal.…
Warum muss eigentlich der Handel nur 150 Euro Strafe bezahlen, wenn er an Jugendlichen Alkohol verkauft? Da müßten die Strafen viel Höher sein. So wie in den USA:
Ne weitere Frage:
Warum werden Jugendliche vom Ordnungsamt nur abgemahnt, wenn diese in der Öffentlichkeit rauchen? Ist das nicht auch eine Sache der Erziehung?
Müßten dann die Eltern, nicht ein Bussgeld bekommen, wenn ihre Sprößlinge die Gesetze brechen?
Ich verstehe nicht, warum Eltern ihre 13 Jährigen Kinder da alleine hingehen lassen. Ich verstehe das nicht …
Und noch nebenbei bemerkt, sind schon wieder Wahlen?
Die Junge Union fordert Alkoholverbot in der gesamten Stadt.
Und das nicht nur an Fassnacht!
am 20. Januar 2010 um 14:32 Uhr
Ich finds gut, so kommen wir vielleicht mal nüchterner am Käfig an, und bekommen noch was mit davon
.….…. hmm, NOT !
Gruß Heipa
am 20. Januar 2010 um 14:40 Uhr
Ja in Ideenreichtum ist unsere Stadt spitze.
Ich erinnere mich noch an die glanzvolle Tat:
ich fälle mal die Bäume, wo sich die Obdachlosen befinden; die sind dann bestimmt auch automatisch weg — ahhhhhh!!!!!!
am 20. Januar 2010 um 17:33 Uhr
@Mac:
Das hätte, wie Du richtig vermutest, wahrscheinlich wenig Sinn, weil Du, oder der Einzelne, ja nicht den Job der Exekutive übernehmen sollst. “Der Bürger” meinte ich im Sinne von “nicht der gewählte Politiker« — quasi als Position, nicht als Person.
Hab« mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt: Ich meinte, dass die “organisierten Fastnachter” mal gemeinsam vielleicht über “längerfristige Kampagnen” (mithilfe derer man dann auf seine Klientel zugeht) zum Thema nachdenken sollten.
Nach meiner Beobachtung ist Alkoholismus bei Jugendlichen kein reines Karnevalsproblem. Es spitzt sich nur dort zu und tritt dort mal deutlich zu Tage. Es ist natürlich auch teilweise ein Milieu-Problem. Ganz klar. Deshalb sind auch genau diese Eltern damit überfordert. Man kann dort zwar Sündenböcke suchen und Strafen verteilen, aber man wird damit nicht das eigentliche Problem lösen.
Oder noch anders ausgedrückt: Man kriegt per Verbot und Strafe (ich hab« nix dagegen) vielleicht seine Fastnacht ruftechnisch aufpoliert, aber man wird das Problem von steigendem Suchtverhalten bei Jugendlichen so — alleine — nicht lösen. Und genau an der Stelle, so war halt mein Vorschlag, würde ich die organisierte Fastnacht mal ins Boot und in die Pflicht nehmen.
Das sollte eben, meiner Meinung nach, der Bürger nicht dem Politiker überlassen, denn im Polit-Bereich wird 1. oft kurzfrisitig populistisch gedacht, und 2. oft nicht sehr reflektiert wahldampfgeplaudert:
Dieser Satz vom JU-Mann Kalus, aus dem von Dir verlinkten Artikel, ist natürlich ein Gedankenunfall erster Kategorie, denn niemand nimmt doch wohl im Ernst an, dass durch ein schlichtes räumlich(!) wirkendes Verbot, eine geistige Haltung, oder gar ein Suchtverhalten, geändert wird und “gesundheitlicher Schaden” abgewendet wird. Falls dieser Zusammenhang tatsächlich irgendwo auf dieser Welt nachweisbar wäre, dann wäre ich sofort für ein simples “Verbietet-doch-einfach-den-Krieg-hier!«. Wenn das so simpel ist, warum nicht?
Dass der Mann außerdem das personifizierte schlechte Gewissen wegen seines unnützen Vorschlags ist, sieht man an dem eingeschobenen
Mit dem Moral-Wort »Freiheit« wollte er der Sache wohl ein wenig Gewicht verleihen, im Sinne von “Ich-hab-sogar-über-Grundwerte-nachgedacht«. Das hört sich dann irgendwie grundsätzlicher und tiefgreifender an. Bullshit! Es geht um ein simples “Aus den Augen — aus dem Bürgerfokus.” Das zeigt auch der zweite Teil des Satzes, der wirklich aus tiefster Seele zu kommen scheint, aber leider zu früh beendet wurde, denn eigentlich gehört da noch hintendran: « … weil ein nicht unerheblicher Teil unserer konservativen Wählerklientel davon ziemlich angepisst ist.« Wobei ich jetzt mal wild spekuliere, wenn ich sage, dass der Anteil der abstinent lebenden Personen in der konservativen Wählerschicht eher im einstelligen Prozentbereich zu suchen ist — ohne jemand zu nahe treten zu wollen.
am 20. Januar 2010 um 18:00 Uhr
Wau …
das nenne ich mal ne Antwort !
am 20. Januar 2010 um 18:21 Uhr
aber diese Sprechblasen-Politiker reeschen misch immä so uff.
am 20. Januar 2010 um 22:08 Uhr
was geht denn hier ab?
hahaha.. echt spitze, da hat sich aber jemand n
fetten gaudi ausgedacht, wa?
am 21. Januar 2010 um 02:36 Uhr
Klaro, als Erwachsener saufe ich mir die Welt schön und verbreite überall, wie toll saufen doch ist, »ohne Alkohol bin ich einfach gehemmt«, »Alkohol macht mich locker« und was es sonst so für wichtige Argumente gibt, sich die Kanne zu geben.
Weißt Du noch, hey, waren wir besoffen. Ganze Männer halt.
Und »die Bullen sind Schweine« (ein biologisches Wunder?), weil sie Alkoholkontrollen durchführen, obwohl alle Statisiken zu Unfallhäufigkeiten und Todesfolgen bei genau Dir und mir individuell versagen; WIR können doch Autofahren, oder?!
Aber unter 18 ist alles ganz anders: In dem Alter ist man sowieso absolut enthemmt auch ohne Alkohol, kann überhaupt nicht fahren mit Alkohol im Blut und vergiftet sich beim Saufen Hirn und Leber. Bis 18 ist Alkohol einfach das totale Gift.
Welch ein Wunderwerk doch der menschliche Körper ist, der dankenswerter Weise genau in der Nacht zum 18. Geburtstag einen Alkoholverträglichkeitsschalter in uns umlegt.
Doch da gibt es tatsächlich ungebildete Jugendliche, die von diesem biologischen Schalter noch nie was gehört haben und sich einfach grundlos die Volljährigen (daher der Name?) als Vorbild für ihr Saufverhalten nehmen.
Gäbe es diesen Schalter nicht, müßte man ja von allen Älteren verlangen, ein Vorbild zu sein.
Und wenn sie das längere Zeit nicht hinbekommen, müßte man anders auf schädliche Wirkungen von zuviel Alkohol hinweisen, zum Beispiel mit Sauf-Verboten in Fußgängerzonen, damit dem Komatrinken wenigstens ein bißchen Einhalt geboten wird.
Wie, Du hast auch noch nie was von diesem Schalter gehört?
Na dann…
Satirische Grüße von einem, der gerne Bier oder Wein genießt, aber noch nie betrunken war.
Vielleicht, weil er in seiner engeren Bekanntschaft schon bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr 6 Klassenkameraden durch Alkohol verloren hat, davon zwei durch Atemlähmung nach Genusses einer ganzen Flasche Korn und vier durch Alkoholunfälle. Dazu kommen nur in der engeren Bekanntschaft drei kaputte Alkoholiker-Ehen und zwei totgesoffene Alkoholiker.
Außerdem ein abgebrannter Jugendtreff (bei nächtlicher Feier wurde stark alkoholisiert Zigarette in den Papiereimer geworfen) und ein abgebranntes Mietshaus, in dem ich leider auch wohnte (Nachbarn haben nach kräftigem Biergenuss Pfanne mit Fett auf dem Herd vergessen).
Die Alk-Opfer, die ich in 20 Monaten Zivildienst im Krankenhausnachtdienst erlebt habe, konnte ich nicht mehr zählen.
Ich bin nicht gegen Alkohol, aber für die hier diskutierte Sperre, um wenigstens einen der Exzesse zu mildern und ein Zeichen zu setzen.
Für weitere Fragen siehe
http://www.psychologie-info.org/Alkoholismus/alkoholismus.html
am 22. Januar 2010 um 04:34 Uhr
Man kann Menschen, die nicht die finanziellen Möglichkeiten
haben, in den Käfig zu gehen und das teure Bier zu
konsumieren, aber an der, der Allgemeinheit gehörenden
Fastnacht teilnehmen möchten, nicht ausschliessen.
Die zerbersten Flaschen, sind mir auch ein Greul.
Allerdings musste ich in den letzten Jahren, immer wieder
feststellen, dass die Polizei daneben stand und nicht
eingeriffen hat. Für was stehen die dann dort?
Ich glaube, dass eine vernüftige Aufklärungsarbeit, wie in anderen
Kommentaren schon erwähnt, von nutzen wäre.
Noch eins möchte ich erwähnen und dabei spreche ich auch
unsere Politiker, Polizisten und alle anderen an.
Ich selbst bin in Köln aufgewachsen und habe die ersten zwanzig
Jahre meines Lebens, dort die Fastnacht erlebt, aber war es anders,
war ich anders? Nein! Diese Probleme gibt es schon immer.
Was sich geändert hat, sind die Mitteilungsmöglichkeiten der Medien.
Zu meiner Zeit, bliebt noch alles, mehr oder weniger regional begrenzt
Vielleicht sollten wir uns alle mal in unsere Jugendzeit versetzen.
Mittlerweile bin ich 61. und vielleicht ein bißchen weiser?
Eine Gesllschaft, die so auf Konsum getrimmt ist, wie die unsere,
sollte das negative bei sich selbst suchen und fragen, was
machen wir falsch?
am 22. Januar 2010 um 14:14 Uhr
Ich halte die ganze sache für absolut undurchführbar zumal es viele nicht mal wissen.
Der ganze Käfig ist meinen Augen nur Geld macherei und ein grund für mich nicht mehr an der Altweiber Fasnacht Teilzunehmen.
Denn die Umstände im Käfig sind in meinen Augen eine absolute Katastrophe an den meisten stellen wird man halb tot gedrückt weil einfach durch die Umzäunung keine Ausweichmöglichkeiten bestehen.
Vor Jahren Stand ich mal Zwischen einem Zaun und einem Getränke Lieferant der da jetzt unbedingt durch die Menge musste mit seinem Laster.
Keine Erfahrung die weiter zu empfehlen ist ^^.
Ich bin für die Absolute Abschaffung vom Käfig ^^ es gibt viele viele Städte die es auch ohne diesen Mist schaffen und trotzdem noch genug Profit gemacht wird ^^
am 22. Januar 2010 um 14:55 Uhr
@cellobrother:
Die haben sich die letzten Jahre immer aufgeregt, dass vor dem Käfig, zig tausende Glasflaschen liegen. Und das die Innenstadt wie ein Müllhaufen aussieht.
Und warum stellen die dann keine Glascontainer vor die Zäune?
Die regen sich im Käfig immer auf dass die Leute alle Wildpinkeln.
Und warum stellen die nur mehr Toiletten auf?
Ich verstehe das ganze nicht …
am 22. Januar 2010 um 17:30 Uhr
Die Veranstaltung bezieht sich alleine auf den Käfig, alles was davor läuft würde auf Kosten der Stadt gehen, daher keine Container (wer würd denn sein Zeug im Suff da rein schmeissen?), keine Dixis, sind genug Kneipen da!
Alkohol / Glasflaschenverbot, ist glaub ich als Auflage im Rahmen des VersG gemacht worden. Das ganze ist ne öffentliche Veranstaltung und hat somit auch Auflagen (wie bei jeder Demo etc). Der Müll vor dem Laden kostet die Stadt jedes mal so viel Kohle, da ist das gerade recht, sonst bescchwert ihr euch doch wieder dass die Politik so viel Geld ausgibt!? Und das Alkoholverbot soll verhindern, dass Jugendliche/Minderjährige sich ihr Hirn totsaufen, könnt ja mal Abends so gegen 20 durch die Notaufnahmen pilgern. Das wird dieses Jahr auch so ne Sache, weil beide Kreuznacher Krankenhäuser im Moment Null zusätzliche Kapazitäten haben, sämtliche Stationen sind schon seit 2 Wochen überbelegt, aber vll bringts was, wenn der ein oder andere am nächsten morgen dann in Kirn/Bingen/Ingelheim/Mainz aufwacht
am 22. Januar 2010 um 17:33 Uhr
@Mac: Wen interessieren denn von den »Wildpinklern« Toiletten und wieviel sind — spätestens nach Genuß von jeder Menge Alkohol — imstande und willens, die leergetrunkenen Flaschen in Altglascontainer einzuwerfen? Schöne Idee, aber da habe ich die betreffenden Leute anders kennengelernt.
Das Bild einfügen geht wohl nicht? Hier dafür ein Link: http://www.chnutz.de/rest/JPMorgan_Muelltrennung.jpg
@alle, die glauben, das sei nur für den Profit: Ich weiß ja nicht, wer den Eintritt letztendlich kassiert, aber wenn davon die Platzreinigung inkl. Müllberge, die Musik inkl. GEMA, die armen Teufel, die die Leute kontrollieren dürfen, der Zaun, die Toilettenhäuschen, etc. bezahlt werden, wird das wohl nicht den wirklich fetten Reibach bringen. Da bringt der verzehrte Alkohol deutlich mehr.
Ich hoffe sehr, daß die Aufräum– und sonstigen Kosten durch das Eintrittsgeld gedeckt sind. Die ca. 50 Millionen € Fußballrandalekosten jährlich nur für den Polizeieinsatz (http://www.handelsblatt.com/magazin/fussball/weiter-streit-um-kosten-fuer-polizei-einsaetze;2022467) und einiges mehr, wo andere unbedingt die Sau rauslassen müssen, nerven schon genug.
Wenn ich Geld ausgebe, dann lieber für meinen eigenen Drogenmissbrauch oder zumindest für Konstruktives.
Nebenbei: Die Kosten des Alkoholmissbrauchs in der BRD betragen jährlich geschätzte 20 Milliarden € (http://www.innovations-report.de/html/berichte/studien/bericht-18305.html)
am 22. Januar 2010 um 18:07 Uhr
Na, diese Nachricht sorgt ja für reichlich Gesprächstoff
Wie wäre den ein absolutes Alkoholvebot in den Stadtgrenzen und im Kreis von Bad Kreuznach sowie Ausschank von gesunden Aloe Drinks und Calcium+ Milch im Käfig. Zudem wird Caro Kaffee für die Nachtschwärmer ausgegeben da Koffein auch nicht das non-plus-ultra ist. Ferner Nikotinkaugummis für alle Raucher um die Stadt »Smog«-Frei zu halten. In die Stadt darf man zudem nur mit Elektroauto hineinfahren welches umweltgerecht auf Maisbasis gefertigt wurde…
Viel Spaß auf der Fastnacht.
Ich gehe nicht hin und geniese ein kühles Bierchen zuhause
am 22. Januar 2010 um 18:19 Uhr
@Chnutz:
Das ist ein riesen Problem mit dem »Pinkeln»
Und wenn Cointainer da stehen würden, würden auf 50 % die Flaschen da rein werfen.
Und lass es nur 20 % sein. Immer noch besser als dieser Scherbenhaufen in der Statdt.
@m²:
Sowas fordert Die Junge Union
Wie schon jo jmatic geschrieben. Verbietet den Krieg und es wird keinen mehr geben …
am 22. Januar 2010 um 18:21 Uhr
Ja, dieses Jahr habe ich mir mal endlich frei genommen (3 Kidi»s) und wollt mal so richtig feieren am 11.02.2010 im Narrenkäfig. Wird da einem nicht den Spaß genommen? Ist das eigenlich erlaubt? Persönlichkeitsrechte usw. Ich bin über 18 und darf mir noch nicht mal kaufen was ich möchte? Wo gibt»s den sowas? Da fragt man sich was einem nicht noch alles vorgeschrieben wird. Sollten sich an diesem Tag die Gesichter (Personlausweise). Vielleicht bekämen sie dann die Situation in den Griff!
am 23. Januar 2010 um 04:57 Uhr
@peter:
Fastnacht ist keine Veranstaltung, wie eine Demo
oder Jahrmarkt! Es ist ein Allgemeingut, vielleicht
vergleichbar mit einem Volksbegehren.
Ist schon Jahrhunderte alt, auch wenn es nicht
die Bezeichnung »Fastnacht« oder »Karneval« trug
War immer von Politik unabhängig. Ist ein uralter Brauch,
der von Kirchen übernommen wurde und viel später seinen
Namen bekam.
Im Jahr 1823 ging der erste »Rosenmontagszug« auch
noch nicht unter dieser Bezeichnung in Köln.
Ich möchte eigentlich nur sagen, dass niemand das Recht hat,
jemanden von der Fastnacht auszuschliessen.
Um etwas zu ändern, muss man andere Wege einschlagen.
Verbote, Verbote und nochmals Verbote, werden der Sache
nicht dienen, oder soll man für das feiern von Altweiberfastnacht
in den Knast gehen? Vielleicht in zwanzig Jahren Arbeitslager?
am 23. Januar 2010 um 06:24 Uhr
Fastnacht bzw. Karneval wird weiltweit gefeiert,
folglich ein Kulturgut der Menschheit. Man sollte die
Fastnacht unter den Schutz der UNESCO stellen.
Es war nicht nur, ein vertreiben der Wintergeister,
sondern auch ein Aufbegehren gegen die Obrigkeit.
Verkleidungen dienten dazu, sich unkenntlich zu machen,
den Mächtigen gegenüber.
Vielleicht sollte man es mal aus diesem Blickpunkt betrachten.
Besaufen und Flaschen werfen, als Relikt aus vergangenen
Zeiten? Als animalisches Erbgut der Menschheit? Sich wehren
gegen den aufgezwungenen »Kornmarktknast«? Oder gegen
den aufgezwungenen »Konsumkulturfaschismus«?
Möglicherweise gegen den »Behördenfetischismus«, die/der
immer im Recht sein muss? Vielleicht auch gegen das
»Politmanagement«, dass seine Macht beweisen will
und muss?
Ich lasse das mal so stehn.
am 23. Januar 2010 um 07:39 Uhr
Genau. Schon vor 5.000 Jahren tranken babylonische Jugentliche Alkopops und zogen randalierend um den Turm…
Leute, bleibt mal auf dem Teppich. Fastnacht beinhaltet das Wort Fasten. Karneval wird meist übersetzt mit Carne vale, »Vermeide Fleisch«, also wieder Fasten. Mit den Masken wurde nicht gegen die Obrigkeit aufbegehrt, sondern gegen die Wintergeister, die Dämonen, die ausgetrieben werden sollten. Und ab Aschermittwoch begann die strengste Fastenzeit, kein Fleisch und keine Feiern bis Ostern. Wenn es also hier heißt »Lernen von den Alten«, dann mit allen Konsequenzen.
Das mit dem Aufbegehren gegen die Obrigkeit kam erst dazu, als gegen die französischen oder preussischen Besatzer protestiert wurde, in dem ähnliche Uniformen angezogen wurde und man denn den Drill veralberte. Das ist nicht weltweit so gewesen, sondern ausschließlich in wenigen Teilen Deutschlands, und auch erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Aber auch danach wurde gefastet.
Also dann bitte kein Rosinen picken in der Historie: Erst politisch religiöse Demonstration, dann wochenlanges Fasten. In Gasthäusern und Supermärkten werden natürlich in dieser Zeit kein Fleisch und keine scharfen Alkoholika etc. verkauft, vielleicht kontrolliert von Glaubenswächtern?! Die guuuude alde Zeit, was?
Oh, fast hätte ich es vergessen: Freitags auch kein Fleisch etc.
Und den regelmäßigen Kirchenbesuch nicht vergessen am Sonntag und zu den Feiertagen. Das Weihnachtsfasten muß natürlich auch eingehalten werden.
Immer noch Lust?
Zum Schluß noch ein Zitat: »Im Jahr 1296 hat man Unwesen der Fastnacht etwas zeitig angefangen / darinn etliche Burger in einer Schlegerey mit der Clerisey Gesind das ärgst davon getragen / hernach die Sach beschwerlich dem Rhat angebracht / und umb der Frevler Bestrafung gebetten.“ (von http://de.wikipedia.org/wiki/Karneval,_Fastnacht_und_Fasching)
Tja, Lernen von den Alten…
am 25. Januar 2010 um 02:22 Uhr
@Chnutz:
Nein, Alkopops waren es sicher nicht.
Getrunken haben sie aber mit Sicherheit.
Vor 5000 Jahren war es üblich, Jugenliche
betrunken zu machen, um sie anschliessend
zu missbrauchen. Nicht nur im babylonischen,
sondern auch im griechischen, ägyptischen
und römischen Raum. Man denke an die
sogenannten »Lustknaben« die sich Philosophen
und andere hielten. Zum Glück heute nicht mehr üblich.
Alledings waren an einem Tag, Sklaven ihren Herren
gleichgestellt und konnten sagen und machen
was sie wollten. Ob es jemand überlebt hat ist
nicht überliefert.
In der Altsteinzeit hat man Dämonen schon mit
Masken vertrieben.
Seit dem 12. 13 Jahrhundert, war es ein Fruchtbarkeitsfest.
Um etwa dieser Zeit, gab es auch die »Narrenfeste« die sich
gegen die Kirchen wandte. Folglich gegen die Obrigkeit
und von dieser geduldet.
Ob und wer das überlebt hat, ist auch nicht überliefert.
Der Karneval in Venedig, enstammt der »Commedia del Arte»
und für was die steht, muss wohl nicht erklärt werden.
In Brasilien, war es ürsprünglich, ein Fest der Armen und
man bewarf sich mit allem, was man in die Hände bekam.
Später durften auch dunkelhäutige Menschen daran
teilnehmen. Diese bemalten ihre Gesichter weiss. Warum wohl?!
Die Portugiesen haben wohl den Karneval dort hin gebracht
Der karibische Karneval, ist in der Sklavenzeit entstanden.
Dort sangen die Sklaven, Spottlieder auf Rassismus und
gegen ihre Herren. Soviel zu deiner zeitlichen und örtlichen
Eingrenzung.
Aber wir reden ja an der Sache vorbei. Die, die sich vor dem
Käfig aufhalten, sind in der Regel volljährig und sollten
eigentlich wissen was sie machen. Was nicht heisst,dass
ich das gut finde, wenn die dort in ihrer Pisse oder Kotze
liegen. Es ist nie gut, wenn jemand, ob 15. oder 85. irgendwo
rumliegt. Wir können hier noch so viel reden, es wird nichts
ändern. Im nächsten Jahr, wird es wieder so aussehen, wie es
wahrscheinlich in diesem und den letzten Jahren ausgesehen hat.
Da werde auch Verbote nichts dran ändern.
Die Verlegung von der Fussgängerzone auf den Kornmarkt, hat
auch nichts geändert.
Und ein Verbot, das vor Gericht mit sicherlich keinen Bestand hat,
wird es auch nicht.
Es geht nur mit Aufklärung und einem umdenken in unserer Gesellschaft.
am 25. Januar 2010 um 03:13 Uhr
@cellobrother
Schade, ich hatte hier vorgestern als weiteren Kommentar eine Linksammlung versucht anzuhängen, die aber irgendwie abhanden gekommen ist.
Die Linksammlung zusammengefasst:
1.) Es gibt viele Alkoholverbotszonen in Deutschland, über die ganze Republik verbreitet.
2.) Diese Zonen haben laut Polizei– und Krankenhausstatistiken um die 15% +/- 5% weniger Alkoholopfer und Sachschäden gebracht.
3.) Das Mannheimer Verwaltungsgericht hat die Verordnung zur Freiburger Alkoholverbotszone aufgehoben, weil — vereinfacht gesagt — nicht alle, die von der Einschränkung betroffen sind, auch eingeschränkt werden müssten. Hier die genaue Begründung: http://vghmannheim.de/servlet/PB/menu/1244595/index.html?ROOT=1153033
4.) Suchtexperten fordern mehr Prävention, nicht nur Verbote. Hier auch dazu ein Link: http://www.openpr.de/pdf/277107/Suchtexperten-fordern-Praeventionskonzepte-statt-nur-Alkoholverbot-in-der-City.pdf
Und an der Stelle gehen wir zumindest zu 50% konform: Das Verbot ist ein Offenbarungseid, weil anderswo zu wenig getan wurde. Wenn ich am zum Beispiel am Chateau d’If vorbeifahre, sehe ich umfangreiche »Bei uns ist viel Saufen billig«-Werbung. Die Besoffenen auf der Linksabbiegerspur, die mir dort oft fast vor den Wagen laufen, erscheinen mir alle sehr jung zu sein.
Kennt jemand hier dafür einen Ansprechpartner?
Das nach dem Gaststättengesetz keine Angetrunkenen oder Minderjährige Alkohol bekommen dürfen, wird in vielen Lokalen entweder gerne »übersehen« oder durch »Freunde« umgangen.
Eventuell wäre eine freiwillige Aktion der Kreuznacher Gastwirte in Zusammenarbeit mit Suchtexperten mal ein guter Gedanke.
Endgültig Offtopic: Mit den Narrenfesten irrst Du. Die waren nicht gegen, sondern in bzw. mit den Kirchen verbreitet. Kleriker verkleideten sich weltlich, Weltliche als Priester.
Die Kirche war, anders als heute, so sehr in und um den Menschen, daß ein echtes »Dagegen« gar nicht zu finden ist, ich kenne zumindest keine Primärquelle. Mehr will ich hier wg. »Thema verfehlt« nicht schreiben.
Lies doch mal: http://de.wikipedia.org/wiki/Fastnacht
Mehr zum Thema können wir aber gerne per Mail oder so austauschen, mein Name ist ja verlinkt
am 25. Januar 2010 um 11:38 Uhr
Ist mir Wurscht,ich gehe da eh nicht hin.Vor Jahren war ich mal in der City und habe mir das aus der Nähe angesehen.Ob mit oder ohne Alkohol,ich finde vor
allem diesen Käfig / Zaun völlig daneben.Und ich zahle doch keinen Eintritt
um da reinzukommen,nur das ich an den Ständen Geld ausgeben kann.
am 25. Januar 2010 um 12:02 Uhr
@Chnutz:
Wikipedia ist nicht das »Allwahrsagende«, aber lassen wir das.
Meiner Meinung nach, verlagert sich nur die Örtlichkeit.
In Parkanlagen oder auf Spielplätze? Vielleicht auch in einer
sturmfreien Wohnung. Gibt es wohl keine Untersuchungen drüber.
Wer kümmert sich um jemanden, der dort seinen Rausch ausschläft?
Wenn in der »Zone« jemand besoffen hinfällt, ist gleich eine Ambulanz
da und fährt ihn ins Krankenhaus.
Solange keine gescheite Prävention betrieben wird, wird sich auch
nichts ändern. Es ist traurig, dass es mehr um die Scherben geht, als
um die Menschen, die sie verursachen, aus welchen Gründen auch immer.
Freue dich du Käuferschicht, die Geschäfte sind nun an der Weiberfastnacht
wieder frei zugängig und wohl auch keine besoffene Verkäuferin in Sicht.
(Scherz) bevor da einer was falsches versteht. Allerdings müssen die
Damen, nun wieder richtig malochen.
So, jetzt sage ich nichts mehr dazu.
am 25. Januar 2010 um 14:45 Uhr
@cellobrother:
Du hast recht. Aber in dem Artikel ist es gut zusammengefasst. Für dichtere Infos habe ich Dir ja Mailkontakt angeboten, hier stelle ich lieber keine Buchzitate rein
Doch, hatte ich verkürzt zitiert: Zwischen 10 und 20% Rückgang durch Verbotszonen. Gruppendruck ist ein Hauptauslöser, je größer die Menge, destio mehr. Macht mal einen Ampeltest. Einer geht bei Rot: Alle oder fast alle anderen bleiben stehen. Fünf gehen bei Rot: Fast alle gehen zögernd mit Zehn gehen bei Rot: Alle anderen gehen ohne zu zögern auch.
Die Leute werden übrigens aus eigener Erfahrung (Nachtdienst im Krankenhaus, siehe oben) auch von zuhause durch die Kumpels zum Krankenhaus oder Totengräber geschleppt. Dort zählen, schon hast Du eine aussagekräftige Untersuchung.
Und wieder hast Du Recht. Für mich der zentrale Punkt mit der Prävention!
Das ist wieder ein Satz, weshalb ich mich mal so richtig echauffiere in dieser Diskussion. Alles, was nicht passt, wird den bösen Geldverdienern zugeschoben. Das geht mir zu weit. Es geht um bürgerliche Ordnung (was auch immer man davon halten mag) und um Schutz der Kids vor sich selbst.
Ob das Verbot der richtige Weg ist, ist sicher zweifelhaft. Das ist Symptombekämpfung und viel Effekthascherei (wir tun was). Aber »Das war schon im Mittelalter/in Babylon/immer so« ist kein gültiges Argument und Verächtlichmachung der Verbotsbefürworter als Geldsäcke hilft auch nicht weiter und stimmt bei der Mehrzahl auch nicht. Du solltest mal in meinen Beutel schauen, dann bin ich über jeden Geldsack-Verdacht erhaben
Vorschläge, wie es anders geht, kommen leider fast keine. Also, statt Mäkeln Machen bitte.
– Traut Euch, einzuschreiten oder etwas zu sagen, wenn Ältere Jugendlichen Alkohol kaufen oder verabreichen.
– Beschwert Euch beim Wirt, wenn er sich fehlverhält.
– Gebt ein Beispiel maßvollen Alkoholgenusses (Nein, nicht die Maß ist gemeint).
– Beschwert Euch bei den Gastronomen und Politikern über Angebote, wo Alkohol billiger wird, wenn man ihn in Mengen konsumiert (Flatrates; »Trink 20, zahle 19″; etc.)
– Fordert bei Eurem Gastronom und Politikern ein, daß Nichtalkoholische Standard-Getränke (Wasser, Cola, Schorle) billiger sind als alkoholische.
– Zwingt niemanden durch Lästern oder Gruppendruck zum Trinken.
– Bezeichnet jemanden, der solche Ratschläge beherzigt, nicht als Spaßbremse. Alkohol ist nach Rauchen und Herzinfarkt die dritthäufigste Todesursache in der BRD. Da hört der Spaß besonders ohne Bremse auf.
Wenn das genug beherzigen, braucht es ganz sicher keinen Käfig und keine Verbotszonen.
am 2. Februar 2010 um 10:17 Uhr
Den einzigen Sinn, den eine solche Maßnahme hat, ist die Leute noch schneller in den Käfig und zu den Standbetreibern zu treiben, schließlich zahlen die ja ihre Standgebühren und finanzieren so der Stadt den ganzen Tag (zusammen mit dem Eintritt zum Käfig).
am 2. Februar 2010 um 13:21 Uhr
Artikel in der Allgemeinen Zeitung, der zum Nachdenken über die von der Stadt getroffene Käfighaltung der Narren und das ausgesprochene Alkoholverbot in weiten Teilen der Innenstadt anregt
Zitate daraus:
»Ausschank am 15. Oktober vergangenen Jahres beantragt, aber erst nach drei Monaten eine Absage erhalten »
»Karl-Heinz Gilsdorf als Verantwortlicher für das Ordnungsamt die Konzession abgelehnt »
»am Telefon konfrontiert, sei Gilsdorf ausfällig geworden»
»Ausschank abgelehnt, weil er kein Mitglied der Narrefahrt sei«
Kreuznach, wie es leibt und lebt!
HELAU !!!
Gesamter Arikel zu lesen unter
allgemeine-zeitung.de
am 2. Februar 2010 um 14:13 Uhr
Ach die Geschichte mit dem Garagen-Ausschank bei der Turmstraße …
am 2. Februar 2010 um 14:52 Uhr
@Kreuznacher: Die allgemeinen Probleme mit exzessivem Alkoholgenuss mal ausgenommen, ist es schon erstaunlich, daß lt. dem Artikel private Veranstalter neuerdings Konzessionen vergeben. So erweckt der Artikel den Anschein.
Wenn das Ordnungsamt den Ausschank wegen den lt. Artikel »vier Schlägereien mehr« und der Raumsituation nicht genehmigen würde, wäre das verständlich. Aber ein Veranstalter hat im Öffentlichen Raum nichts zu genehmigen oder zu untersagen. Also: Viel Erfolg, Anwalt!
Ärgern tut mich an der Geschichte, daß so Reaktionen wie von »Gast« heute morgen provoziert werden und der eigentliche Sinn der Verbotszonen damit in den Hintergrund gedrängt wird.
Jetzt noch ein Seitenhieb auf »Gast«: Wer ist den diese Stadt, der da ein Tag finanziert wird? »Die da oben« wieder, nicht wahr?! #verständnisloses Kopfschütteln#
Ich finde das Verursacherprinzip hier gut umgesetzt: Wer säuft und/oder feiert, der darf das gerne tun, trägt aber auch die damit verbundenen Kosten.
Ich zahle in der Kneipe ja mit dem Getränk neben dem Verdienst des Gastwirts auch gleichzeitig die Toiletten, die Heizung, die Musik & den Müll.
Nochmal: Wären die Feiern nicht oft ausgeufert, gäbe es keine Käfige, keine Alkoholverbotszonen und auch keine Diskussionen darüber. Der Versuch, Ursache und Wirkung zu vertauschen, hilft nicht weiter.
Und jetzt wünsche ich mir heir mal einen Kommentar zu »Was wir präventiv tun wollen, damit wir die Sch… Verbotszonen nicht mehr brauchen«
am 3. Februar 2010 um 23:05 Uhr
@Kreuznacher:
Hallo zusammen,
heute war wieder ein Bericht in der AZ!
Ich finde es traurig, wenn man als Verein (der das Sondernutzungsrecht von der Stadt erteilt bekommt!), nicht den Mumm hat, einem kleinem Standbetreiber, den waren Grund mitzuteilen, warum er dieses Jahr keine Schankgenemigung bekommt, sondern erst die Stadt vorschiebt!
Die sich dann auch noch von diesem Verein »vor den Wagen spannen« lässt und zu guten schluss versucht, die schuld auf die Polizei zuschieben!
Ein Schelm der dabei böses denkt!
am 5. Februar 2010 um 10:27 Uhr
In der AZ ist ein Artikel zu finden, der die Dringlichkeit der Massnahmen, wie Glas– und Alkoholverbot rund um den Narrenkäfug »Ad Absurdum« führt.
»Die Zahlen: Seit 2007 sind die Krankenhaus-Behandlungszahlen am Altweiberfasching für alkoholisierte Kinder um 80 Prozent gesunken. 2009 waren erstmals keine Behandlungen von Kindern und Jugendlichen auf den Intensivstationen nötig.«
Weiterlesen unter http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bad-kreuznach-bad-sobernheim-kirn/landkreis-bad-kreuznach/8354273.htm
am 5. Februar 2010 um 13:36 Uhr
@Kreuznacher: Dazu ein alter Witz aus Bayern. Tourist: »Sie, sagen Sie, die Klippe ist aber gefährlich, warum steht denn da kein Warnschild?« Einheimischer: »Mei, da stand ja eines, aber weil da eh« niemand mehr »nuntergefall’n is, hammers wieda weggnomm««
Nachdem durch Präventionsmaßnahmen die Situation gebessert wurde, lassen wir jetzt die Prävention weg?!
Übrigens, genau lesen: 20% der Anzahl Kinder & Jugendlichen von 2007 wurden demnach 2009 noch eingeliefert. Das sie »nur noch« besoffen sind, aber nicht mehr mit drohender oder eingetretener Atemlähmung auf der Intensiv liegen, macht die Sache nicht wirklich viel besser.
Ich finde, man sollte die Wirkung dieser sicher rechtlich zweifelhaften Alkoholverbotszone über ein oder zwei Jahre prüfen und dann abwägen, ob eine signifikante Verbesserung eingetreten ist. Wenn keine deutliche Besserung eintritt, dann sollte die Zone umgehend zugunsten der Freiheit des Einzelnen wieder abgeschafft werden.
Was mich in dem Artikel echt freut: »Um den Verzicht beziehungsweise das maßvolle Konsumieren von Alkohol zu unterstützen, appellieren die Behörden an die älteren Karnevalisten ein vorbildliches Trinkverhalten an den Tag zu legen. Zudem werden dieses Jahr erstmals kostenlos alkoholfreie warme und kalte Getränke, wie Tee, Punsch und Orangensaft vom Malteser Hilfsdienst und dem Deutschen Roten Kreuz an Jugendliche abgegeben.« Top, endlich mal eine positive Aktion! Der Ausschank der Hilfsorganisationen sollte von den alkoholausschenkenden Betrieben finanziert werden.
Gibt es eigentlich die »WunderBar« mit ihren genialen alkoholfreien Cocktails noch? Die würde doch auch dahin passen.
Nachtrag: Wenn die Krankenhäuser damit nicht überfordert sind, wäre eine Klärung, woher die Alkoholleichen kommen, sicher hilfreich. Wenn alle von zuhause oder von Privatfeten kämen, könnte man die Zone auch gleich im nächsten Jahr wieder einstampfen.
Und wenn sie aus dem Käfig kämen, sollte man ein ernstes Wörtchen mit dem Veranstalter reden. Wie war das? Alkoholisiert aus dem Käfig auf die Bahngleise?! Hmmm.…
am 8. Februar 2010 um 16:08 Uhr
@ cellobrother
Natürlich ist Fastnacht keine Veranstaltung wie ne Demo, aber die Veranstaltung im Käfig ist eben genau so eine. Es gibt hier einen Veranstalter, der das ganze ausrichtet und hierbei Vorschriften zu beachten hat. Für jede solcher Veranstaltung gibt es Auflagen (wie auch z.B. bei der Apres-Ski-Party auf dem Kuhberg).
Diese Auflagen dienen der Sicherheit von Unbeteiligten und dem Allgemeinwohl. Denn das Geld was hier für Entsorgung von Müll etc ausgegeben wird fehlt dann nachher um sonstwas zu bauen, vll wird ja der Kindergarten von deinen Kindern deswegen geschlossen.
am 8. Februar 2010 um 18:15 Uhr
@peter:
Was bitte schön, soll denn der Veranstalter bauen????
am 8. Februar 2010 um 21:17 Uhr
Die Fastnacht fand immer auf der Straße statt
und war unabhänging von Verantaltern!
Der Veranstalter dieser »Knasteinheit Käfig« hat
nicht das Recht, ausserhalb der »Zaunenklave»
die Fastnacht zu verbieten!
Wenn es um den Müll geht, dann muß auch der
Samstagsumzug verboten werden.
Jahrelang konnte man beobachten, dass die Polizei
zuschaute, nicht eingriff, wenn jemand Flaschen
zerdepperte. Warum wurde dem nicht Einhalt geboten?
Damit hätte man viel Müll verhindern können.
Die Kosten der Müllentsorgung sind gering, gegenüber
der unsinnigen Weiterführung »Trasse B 48 Kohlenweg
Viadukt« einem Relikt aus den 60zigern.
Mit diesem Geld, könnte man wirklich etwas für Bildung
im allgemeinen machen.
Gruß an Peter, Cellobrother.
am 9. Februar 2010 um 02:16 Uhr
Noch etwas zu den Kosten.
Die Absperrung und die Kontrolle
wird mit Sicherheit um einiges teurer,
als den Müll zu entsorgen der zusätzlich
zum Käfig anfallen würde.
Sicherlich wird auch an diesen Absperrungen
Müll anfallen. Der muss auch entsorgt werden.
Viel Spaß bei eurem Spießertum.
Cellobrother
am 9. Februar 2010 um 02:32 Uhr
Lieber Peter!
Ich habe noch den Bahnhofbereich
und Bahnhofvorplatz bei den Kosten
vergessen.
Na, sollen wir noch weiter aufrechnen?
Bevor du wieder antwortest, lese meine
Kommentare komplett und reisse nichts aus
Zusammenhänge.
Cellobrother
am 9. Februar 2010 um 03:43 Uhr
@Cellobrother: Ich glaube, Du hast da etwas missverstanden. Es geht nicht in der Hauptsache um die Vermeidung von Müll, sondern um die Gefährdung Aller durch Glasscherben & Rauflustige sowie der Kinder und Jugendlichen durch übermäßigen Alkoholgenuß.
Was jetzt wiederum die Kohlenstraße damit zu tun hat, ist mir nicht ganz eingängig und ist mir als Argument etwas weit hergeholt.
Und warum es hier mit Beleidigungen weitergehen muß (»Spießertum«), das sehe ich auch nicht ein.
Wenn Du allerdings die Bezeichnung »Spießer« so umdeutest auf »Jugendschützer« und »Schützer von unbeteiligten Passanten vor Verletzungen durch Glassplitter«, dann male ich mir gleich morgen einen »Spießer«-Button — der passt ja dann auch gut zu meiner Hellebarde
In einem Fernsehbericht gestern wurde Bad Kreuznach geschildert als eine Stadt, wo viel gefeiert wird — manchmal auch zu ausufernd. Das klang zusammengenommen durchaus nicht mehr wie ein Lob und würde mir, wäre ich Stadtvorstand in Kreuznach, sehr zu denken geben.
Langsam hätte ich gerne mal echte Vergleichszahlen. In dem oben verlinkten Radiobericht redete ein Polizeisprecher zum Beispiel von 14 Schlägereien. Ich finde das viel. Im Vergleich zu Köln, was letztes Jahr als negatives (!) Beispiel herausgehoben wurde, hat Bad Kreuznach 2009 damit mehr als 5 x soviel Prügeleien auf die Einwohnerzahl gerechnet erleben müssen. Stimmt das nicht nachdenklich? Hat das Eurer Meinung nach wirklich noch mit Feierkultur zu tun?
am 9. Februar 2010 um 21:24 Uhr
@Chnutz:
Mein Lieber, bleib auch du bei den Zusammenhängen.
Ich habe nur auf den Kommentar von Peter geantwortet.
Lese beide Kommentare und du verstehst den Zusammenhang.
Wie ich zu den Scherben stehe, habe ich doch schon erwähnt.
Darüber müssen wir nicht weiter streiten. Allerdigs muß man
auch sagen dürfen, daß die Polizei nicht ganz unschuldig
an der Sache ist.
Es gibt Menschen, die sich gerne an einer Straßenfastnacht beteiligen
würden, aber nicht in einem, an einen Zoo erinnerden, Käfig.
Seit mindestens zehn Jahren, wird immer drei Wochen vor
Fastnacht, sich an das Chaos vom letzten Jahr erinnert, aber danach
redet niemand mehr darüber. Der Rest vom Jahr wird keine Aufklärung
betrieben, aber dann wieder »Knüppel aus dem Sack« bravo.
Das ist eine Doppelmoral die Spießer so an sich haben.
Wenn du dir mal die allgemeine Verbrechensrate betrachtest, wirst
du merken, dass Kreuznach auch dort (z. B. Rauschgiftdelikte)
immer unter den ersten Drei steht. Dies sollte auch nachdenklich stimmen.