Besuch von Ministerpräsident Kurt Beck bei Michelin

Minis­ter­prä­si­dent hat am Freitag die Betriebs­ver­samm­lung bei den Reifen­wer­ken in besucht. Er war damit einer Einla­dung des Betriebs­rats gefolgt.

Beck nannte die Zusam­men­ar­beit zwischen Unter­neh­mens­lei­tung und Betriebs­rat bei Miche­lin zur Bewäl­ti­gung der Wirtschafts– und Finanz­krise vorbild­lich. Dies hat es dem Unter­neh­men ermög­licht, alle Arbeits­plätze am Stand­ort Bad Kreuz­nach zu sichern. Er hob auch die Quali­fi­ka­ti­ons­maß­nah­men als Faktor hervor, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben und gestärkt aus der Krise hervor­zu­ge­hen. Statt Wettbe­werb um jeden Preis müsse die Quali­tät der Produkte im Vorder­grund stehen, um auf Dauer beste­hen zu können. Unter den Maßnah­men zur Flexi­bi­li­sie­rung nannte er insbe­son­dere das Instru­ment der Zeitar­beits­kon­ten, um Produk­ti­ons­schwan­kun­gen entge­gen­zu­wir­ken. Hier habe Miche­lin eine beson­ders intel­li­gente Lösung gefun­den.

Der anwesen­den Beleg­schaft sagte er: „Wir werden in Rheinland-Pfalz alles dafür tun, um die Arbeits­plätze zu sichern und die Ausbil­dung zu stabi­li­sie­ren.“

Beim anschlie­ßen­den Rundgang über den „Markt­platz“ kam der Minis­ter­prä­si­dent mit zahlrei­chen Mitar­bei­tern ins Gespräch: Statt der bei Betriebs­ver­samm­lun­gen üblichen Berichte von Betriebs­rat und Stand­ort­lei­tung waren im Betriebs­re­stau­rant 18 Infor­ma­ti­ons­stände zu arbeits– sozial– und perso­nal­re­le­van­ten Themen für die Mitar­bei­ter aufge­baut.

100226 PI BV KurtBeck 4 580x457 Besuch von Ministerpräsident Kurt Beck bei Michelin»Der Minis­ter­prä­si­dent (li.) bei seinem Rundgang auf dem „Markt­platz“ der Betriebs­ver­samm­lung im Gespräch mit dem Michelin-Mitarbeiter André Vogelaar, der ihm die Heraus­for­de­run­gen bei der Ferti­gung eines neuen Reifen­mo­dells erklärt. In der Bildmitte (v. li.) Werkdi­rek­tor Cyrille Beau und Betriebs­rat Uwe Kumpa.«

 

Die Betriebs­rats­aus­schüsse stell­ten ihre Arbeit vor und die Werklei­tung gab einen Ausblick auf das Produkt-Programm 2010 sowie die zu belie­fern­den Kunden. Außer­dem konnte sich die Beleg­schaft über den Demogra­fie­bei­trag von 300 Euro infor­mie­ren, der seit diesem Jahr von Miche­lin für jeden tarif­li­chen Mitar­bei­ter auf einem Langzeit­konto angelegt wird. Er soll dazu dienen, Freistel­lun­gen zu finan­zie­ren, wie etwa zusätz­li­che Eltern­zeit oder Freistel­lun­gen vor der Rente. Andere Stände widme­ten sich den Angebo­ten aus dem Gesund­heits– und dem Ideen­ma­nage­ment. Weitere Gastaus­stel­ler waren die Berufs­ge­nos­sen­schaft Chemie, die Gewerk­schaft IGBCE und die Betriebs­kran­ken­kasse pronova, um nur einige zu nennen.

Info: Miche­lin in Bad Kreuz­nach
Miche­lin produ­ziert seit 1966 Reifen in Bad Kreuz­nach. Rund 1.600 Mitar­bei­ter ferti­gen 2010 etwa 7,7 Millio­nen Pkw– und Leicht-Lkw-Reifen sowie Kautschuk­mi­schun­gen, Textil– und Stahl­cord. Heute stellen die Miche­lin Reifen­werke AG & Co. KGaA in Deutsch­land an fünf Stand­or­ten pro Jahr fast 18 Millio­nen Reifen her.

Miche­lin produ­ziert weltweit in 69 Produk­ti­ons­wer­ken mit rund 121.000 Beschäf­tig­ten etwa 844.000 Reifen am Tag. Der Konzern­um­satz 2009 betrug 14,8 Milli­ar­den Euro.

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Artikel gelesen 622 · Heute 2 · Zuletzt am 9. Februar 2012
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