Unter dem Motto WILDer WEIN im WALD feiert ECOVIN–Nahe e.V. 20 Jahre Öko-Weinbau an der Nahe im Walderlebniszentrum Soonwald (bei Stromberg) am 5. und 6. Juni.
Am Samstag, 5. Juni wird mit einem besonderen Menü aus ökologisch erzeugten Zutaten die Verbindung von ECOVIN-Weinen und feiner Küche genussvoll zelebriert (bitte bis 28. Mai bei Weingut Georg Forster anmelden) und am Sonntag, 6. Juni findet ein buntes Programm rund um Wald, Wein und Ökologie statt.
Mit dabei sind die Weingüter Brühler Hof aus Volxheim, Georg Forster aus Rümmelsheim, Großmann aus Windesheim, Otto Laubenstein aus Hochstätten und Weingut und Gerätebau Aloys Müller aus Pfaffen-Schwabenheim.
Der Regionalverband ECOVIN Nahe e.V. wurde vor 20 Jahren, also im Jahr 1990 gegründet und feiert dieses Jahr demnach sein 20-jähriges Bestehen:
Wie alles begann:
Bereits Mitte der 70er Jahre wurde als Gegenbewegung zur fortschreitenden Industrialisierung der Landwirtschaft der Grundstein für biologisch-organischen Weinbau an der Nahe gelegt.
Weinanbau mit der Natur zu betreiben hieß das neue und „ehrgeizige“ Ziel. Die Pioniere hatten keinen leichten Start– sie mussten zum Teil schmerzliche Erfahrungen mit der naturgemäßen Bewirtschaftung des Bodens sammeln und auch der Pflanzenschutz war eine große Herausforderung. Der geflügelte Spruch „die Umstellung beginnt im Kopf“ wurde im „Dorf“ nicht nur wohlwollend aufgenommen. „Wenn du deine Reben nicht mehr düngst, kannst du sie in 5 Jahren alle aushacken“, war da noch ein eher harmloser Kommentar zu Beginn des naturgemäßen Wirtschaftens in den Weinbergen.
Ende der 80er Jahre, nach der Umweltkonferenz in Rio, nach Tschernobyl und den rufschädigenden Skandalen um den deutschen Wein, setzte jedoch eine Wende ein. In der Winzerschaft entwickelte sich ein neues Qualitätsbewusstsein, das nicht nur die Steigerung der Weinqualität, sondern auch einen verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Ressourcen zum Ziel hatte. Um diesen Wertewandel erfolgreich bestreiten zu können war es unerlässlich, Wissen und Erfahrung über Natur und Lebenszusammenhänge mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Im November 1990 wurde in Waldlaubersheim der Regionalverband ECOVIN Nahe e.V. im Bundesverband Ökologischer Weinbau gegründet.
Die monatlichen Treffen der damals 12 Mitgliedsbetriebe waren durch die praktischen Themen Bodenpflege und Pflanzenschutz geprägt. Um die Ziele der ökologischen Bewegung zu verbreiten wurden gemeinschaftliche Öko-Weinfeste und mehrere Pressefahrten in der Naheregion ausgerichtet. Heute stehen überregionale Messeauftritte, Hoffeste und pädagogische Angebote für Erzeuger, Verbraucher und Schüler bei der Vermittlung ökologischer Werte im Vordergrund.
Was ist ökologischer Weinbau?
Ökologischer Weinbau ist ein ganzheitliches Anbausystem. Ökowinzer setzen auf einen biologisch aktiven Boden als idealen Standort für gesunde und stabile Reben.
Schonender Umgang mit Wasser und Boden – Ökowinzer verzichten auf Kunstdünger und setzen nur organische und schwerlösliche Dünger ein. Sie verwenden keine naturfremden chemisch-synthetischen Substanzen– ein Plus für unsere Böden und das Grundwasser.
Prävention statt Pestizide – Die Ökowinzer schützen ihre Reben vor Schädlingen und Krankheiten, indem sie Nützlinge fördern, pflanzenstärkende Pflegepräparate einsetzen und Rebsorten anpflanzen, die natürlicherweise widerstandsfähig gegen Pilzerkrankungen sind.
Förderung der Artenvielfalt – Ökowinzer schaffen mit blühenden grünen Untersaaten in ihren Weinbergen sowie durch Mauern, Büsche und Bäume neue vielfältige Lebensräume für oft schon bedrohte Pflanzen– und Tierarten.
Naturprodukte statt Gentechnik – Bei der Pflanzenwahl wie auch bei Hefen und anderen eingesetzten Produkten wird dieses Qualitätskriterium durch strenge Kontrollen garantiert.
Liebe Grüße,
Alex von Weinfachberater.der-Ultes.de
Mehr zum Thema: Wissenswertes zum Thema ökologischer Weinbau
Schlagwörter: Aloys Müller, Brühler Hof, Ecovin, ECOVIN Nahe e.V., Georg Forster, Großmann, Otto Laubenstein, Stromberg, Walderlebniszentrum Soonwald, Wein
Themenbereich: Gastbeitrag, Termine, Wein
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Artikel gelesen 837 · Heute 2 · Zuletzt am 8. Februar 2012













am 2. Juni 2010 um 17:57 Uhr
Bei so einem BLÖDSINN kann ich einfach mein Maul nicht halten!
Schön umschrieben. Der totale Quatsch »ein Plus für unsere Böden« (!!!) und wieder einmal verarsche der Verbraucher unter dem ÖKO bzw. BIO Siegel! Hauptsächlich werden Schwermetalle gespritzt (Kupfer).
Siehe hier und hier (Artikel und Studien gibt es noch und noch!)
Es gibt aber anscheint immer noch genug Leute die sich jeden Tag ein Eichhörnchen auf die Backe malen lassen!
am 2. Juni 2010 um 18:26 Uhr
Ha ha … wie geil, das habe ich ja noch nie gehört
LOL
am 3. Juni 2010 um 15:23 Uhr
@m²: So einen Blödsinn kann doch auch nur ein Eichhörnchen kommentieren! Du vergleichst mal wieder Äpfel mit Birnen, egal ob aus ökologischem oder konventionellem Anbau!
Zum Einen ist die Rede hier von den Richtlinien des Verbandes Ecovin, deine Gegenargumente beziehen sich auf die EG-Öko-Verordnung.
Zum Anderen kann man nur sagen: Ja, auch Ecovin-Betriebe dürfen und (teilweise) müssen Sie auch, schlichweg in Ermangelung von Alternativen!
@Der Gelöschte: Meinst du etwa dass Betriebe die nicht Ökologisch arbeiten kein Kupfer einsetzen? Natürlich wird das auch dort eingesetzt, teilweise allerdings deutlich höher dosiert!
am 4. Juni 2010 um 12:43 Uhr
@Der Gelöschte: ganz klar sucht man hier ja nach Alternativen, nur gibt es die derzeit nicht und ohne geht es nicht. Daher gibt es keine andere Lösung. Fakt ist dass insgesamt im ökologischen Landbau (nicht nur Wein-), deutlich weniger Kunstdünger und Pestizide eingesetzt werden. Das ist doch schon mal der richtige Schritt in die richtige Richtung, oder?
am 4. Juni 2010 um 17:11 Uhr
@Der Gelöschte: da hörst du keinen Widerspruch meinerseits! Daher sollte man jedes Zertifikat in Frage stellen. Die Anforderungen (beim Wein) sind z.B. laut EG-Öko-Verordnung weniger strikt als bei Verbänden wie Ecovin oder gar Demeter.
am 4. Juni 2010 um 17:13 Uhr
@Der Gelöschte: übrigens ein grund mehr bei z.B. einem der oben genannten Winzer zu kaufen: Du kannst hingehen und fragen und schauen was er so macht!
am 4. Juni 2010 um 18:13 Uhr
Ach was ein Glück das wir hundertpro an etwas viel schlimmeren sterben werden als an dem bisschen Kupfer oder Chemie.….….….…..
Aber die Diskussion ist doch ein schöner Zeitvertreib.……und es macht einfach Spaß das zu lesen!
am 5. Juni 2010 um 10:07 Uhr
nein jetzt mal ganz im Ernst.……ich bin mir sicher das Ölleck im Meer hat weitaus schlimmere und weitreichende Konsepuenzen für uns. Und das ist mal was zum Aufregen das die a) rumlügen und b ) es einfach nicht fertig bringen dieses Loch zu stopfen.
Da öffnet man die Büchse der Pandora und hat nicht bedacht wie man die wieder geschlossen bekommt.
Aber so sind wir Menschen halt