Nach einer fundierten klassischen Klavierausbildung mit Bach, Beethoven und Bartok zog es den blaublütigen Eleven zum Blues — genauer gesagt zum Boogie — dem er sich in Folge mit ganzer Seele widmete.
Später nach seinem Studium der Musiktherapie an der Musikhochschule in Wien begann Alexander von Wangenheim (auch bekannt als Boogiebaron) 1990 mit regelmäßigen Auftritten in Clubs und Kneipen.
Nach vielen Auftritten bei Blues– und Jazzfestivals, Events, Partys, Dinners — solo und im Zusammenspiel mit anderen, Sessions mit Abi Wallenstein, Rolf Stahlhofen, der Wiesbadener Allstar Band, Jörg Hegemann, der matchbox blues band usw. hat er das Musikerdasein schätzen und lieben gelernt.
Alexander von Wangenheim gelingt es den Groove seines authentischen Blues’n-Boogie-Stils mit Rock’n Roll und Gänsehautballaden aus Pop, Jazz und Soul zu verbinden.
Seine Webseite: www.boogiebaron.de
Hier unser zweites 7XInterview mit dem Boogiebaron …
1. Die erste Frage muss ja so kommen … was heißt da eigentlich »Boogiebaron« und wie kam es zu diesen Namen?
Hätte ich nicht mit 15 eine Boogieplatte in die Hände bekommen ( »The Boogie Man« von Vince Weber ) – hätte ich das Klavierspielen sicher mit spätestens 16 Jahren aufgesteckt.
Der Groove hat mich aber sofort gepackt und nicht mehr losgelassen – Boogie ist die heisseste Art, Klavier zu spielen — und eine Lebensaufgabe. »Boogiebaron« ist sozusagen mein Kampfname, den ich vor acht Jahren von der Betreiberin der »Brentanoscheune« im Rheingau bekam. Da bekommt der Zuhörer gleich eine Vorwarnung, was ihn erwartet.
2. Musik ist für Dich …
… Seelennahrung, Lebenselixier, Spiel, Gefühl, Meditation – und Arbeit. Boogie und Rock´n Roll für die Beine, Balladen und Liebeslieder fürs Gemüt.
3. Wenn Du keine Musik machen würdest, was dann?
Musiktherapie.
Das habe ich vor langer Zeit in Wien studiert und danach sieben Jahre lang als Psychotherapeut gearbeitet, die ersten drei Jahre davon klinisch. Die Krankenkassen übernehmen allerdings seit 1998 die Behandlungskosten nur noch in Einzelfällen, das hat mir damals den Spass am Beruf etwas verdorben.
Sagen wir erheblich erschwert.
4. Wo sieht sich der »Boogiebaron« in 5 Jahren?
Im vergangenen Herbst habe ich angefangen, eigene Songs zu schreiben und finde zunehmend Spass daran.
Also: Jedes Jahr einen Hit schreiben, das wären dann fünf – und von den GEMA-Einnahmen im Süden überwintern.
5. Welche 3 Dinge nimmt der »Boogiebaron« auf die berühmte einsame Insel mit?
Meine Frau darf ich nicht mitnehmen, nehme ich an – sonst wär´s ja nicht einsam auf der Insel – deswegen: ein Klavier, ausreichend Grauburgunder und »Life« – die Autobiographie von Keith Richards.
6. Deine Helden / Vorbilder sind …
Elton John, Ray Charles, Vince Weber, Bilbo Beutlin und Friedrich II.
7. Welche Frage wolltest du schon immer mal beantworten?
(+Antwort dazu)?
Wie es mir als Hesse, als einem vom andern Ufer, von der ebsch Seit´ Zugereistem nach sieben Jahren in der Rheinhessischen Toscana gefällt?
Antwort: Ausgesprochen gut. Ein gelobtes Stück Land, in dem ich Wurzeln geschlagen habe. Und wenn man das Zutrauen der Ureinwohner erst mal gewonnen hat, dann können die richtig nett sein, habe ich rausgefunden.
Vielen Dank Alexander von Wangenheim für das 7XInterview.
Nächsten Auftritte vom Boogiebaron sind:
- 24.2.2011 — 20.00 Uhr Kloster Eberbach, Klosterschänke
- 25.2.2011 — 20.30 Uhr Wiesbaden, „Sherry & Port“
- 18.3.2011 — 20.00 Uhr Meisenheim, Brauhaus
- 31.3.2011 — 19.00 Uhr »Weinkastell« in Dittelsheim-Hassloch
Schlagwörter: 7x, Alexander von Wangenheim, Boogiebaron, Interview, Kreuznach, Persönlichkeiten
Themenbereich: 7x, Interviews
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am 7. März 2011 um 08:57 Uhr
[…] Siehe auch unser Interview — 7XInterview Boogiebaron […]