Dr. Jones Heike Kaster-Meurer und der geheimnisvolle Wandtresor im Residenz-Zimmer…
Um den sagenhaften Schatz der Nibelungen ranken sich viele Mythen. Man wüsste nur zu gerne, wo Hagen von Tronje Gold, Silber und Juwelen versteckt oder an welcher Stelle er ihn im Rhein bei Worms versenkt hat.
Im Stadthaus von Bad Kreuznach liegt er sicher nicht, wenngleich der bei der Renovierung des Dienstzimmers der Oberbürgermeisterin entdeckte Wandtresor für ein spannendes Rätsel sorgt. Über viele Jahrzehnte lag er verborgen unter einer Tapete.
»Vielleicht hat er einen solchen Wert, dass sich ein Großteil unserer finanziellen Sorgen erledigt haben«
kommentierte Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer scherzhaft den Fund. Die spannungsvolle Erwartung wird dadurch gesteigert, dass der dazugehörige Schlüssel zum möglichen materiellen Segen noch nicht gefunden wurde.
Bei der Spurensuche fragte man bei Karl-Heinz Katzenbächer an, der als Lehrling bei der Stadtverwaltung begann und von 1964 bis 1987 geschäftsleitender Beamter war.
»Das gibt es doch nicht«
lachte der rüstige Senior am Telefon. Er ist hundertprozentig sicher, dass alle Bürgermeister und Oberbürgermeister in seiner Dienstzeit vom Wandtresor nichts wussten. Und dies waren immerhin Bürgermeister Dr. Jungermann (1952−1956), Oberbürgermeister Dr. Muhs (1957−1967), Oberbürgermeister Fink (1967−1985) und Oberbürgermeister Schwindt (1985−1995).
Nach Katzenbächers Erinnerung wurde das OB-Dienstzimmer bis nach dem Zweiten Weltkrieg für Sitzungen des Stadtrates und der Ausschüsse genutzt. Demnach müsste Dr. Kohns (1949−1952) als erster hauptamtlicher Bürgermeister dort residiert haben.
Historisch ist auch das Mobiliar des Dienstzimmers zu nennen. Der ausgemusterte Schreibtisch stammte noch aus Finks Zeiten also 1967–1985. Die Schrankwand wurde für sein Nachfolger Schwindt gekauft. Der Glastisch, mittlerweile im Besprechungszimmer der Bauverwaltung, steht für die Ära Rolf Ebbeke.
Zuletzt gestrichen wurden die Wände in der Amtszeit Ludwig. Die Tapete muss nach derzeitigem Stand der Recherche mindestens 70 Jahre alt gewesen sein.
Die Freude über einen modernen und zeitgemäßen Arbeitsplatz beschäftigt Dr. Heike Kaster-Meurer weniger als die Suche nach dem Schlüssel.
»Wenn wir den nicht finden, müssen wir wohl einen Panzerknacker engagieren.«
Denn das Geheimnis des Wandtresors soll nach so langer Zeit in jedem Fall gelüftet werden.
© Text & Foto von Stadtverwaltung Bad Kreuznach
Schlagwörter: Bad Kreuznach, Dr. Heike Kaster-Meurer, Stadthaus
Themenbereich: Stadt Bad Kreuznach
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Artikel gelesen 1414 · Heute 2 · Zuletzt am 21. Mai 2012














am 8. Juli 2011 um 14:34 Uhr
Kennt jemand noch die Sage von der Büchse der Pandora?
am 8. Juli 2011 um 15:50 Uhr
xD am Ende ist nichts drin ^^
am 8. Juli 2011 um 17:35 Uhr
Doch … die Ersatzschlüssel zum Stadtarchiv.
am 8. Juli 2011 um 19:03 Uhr
Wahrscheinlich sind da die Schuldverschreibungen von Kreuznach an Bad Münster drin — schon ändert sich der Ton der Fusionsverhandlungen
am 9. Juli 2011 um 10:48 Uhr
Wenn ich irgendwann meinen Arbeitsplatz wechsele werde ich mir auch direkt alles nach meinen Wünschen umbauen lassen weil mir das alte nicht gefällt. Egal ob die Firma Pleite ist, ich möchte es doch schön haben an meinem Arbeitsplatz.
( Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten )
Mein Tip, Schlüssel finden sie nicht, es wird ein »Spezialist für alte Tresore« beauftragt um das Ding zu öffnen und es ist nichts drin.
Des weiteren, wenn die Tapete 70Jahre alt war dürfte auch seit 70Jahren keiner mehr was von dem Tresor wissen, nicht war? Darüber hinaus, wer lässt einen Tresor über tapezieren und versteckt wertvolle Sachen darin?!
am 9. Juli 2011 um 21:48 Uhr
Ja,der wird leer sein und wir Steuerzahler bleiben wie immer die Zahler solcher Aktionen.Das darf doch nicht wahr sein dass da jemand denkt einen Schatz finden zu können wenn das Ding schon übertapeziert wurde.…..
am 12. Juli 2011 um 07:53 Uhr
Wir haben letzte Woche auch neue Büromöbel bekommen, nur die Tapete haben wir gelassen. Jetzt müssen wir dann aber doch neu tapezieren, mal schauen ob wir da auch noch was finden…!
am 12. Juli 2011 um 20:12 Uhr
Ich habe vor 5 Jahren unsere Firma abreissen lassen. Gefunden haben wir ein 5 Mark Stück aus dem Jahre 1991 und ein YPS Heft. Als Belohnung bekamen wir dann:
am 12. Juli 2011 um 22:37 Uhr
Neeein, der Bericht war so schön phantasieanregend und dann wieder dieses »wir Steuerzahler«-Gejammere
Oh je, da muss doch tatsächlich jeder Steuerzahler von Kreuznach geschätzte 0,25 ct zahlen, um den Tresor aufzubekommen, wie schrecklich!
Und — wie unzumutbar — wird bereits nach siebzig Jahren schon neu tapeziert, welche Verschwendung!
Mir kommen die Tränen …
… vor Lachen
Hierit begründe ich die Aktion »Schränker für Kreuznach«: Bitte nennt mir ein städtisches Konto, dann spende ich zweckgebunden 31 € — für den Tresorknacker, der im Laufe seiner Resozialisierung als Ein-Euro-Jobber einen Monat lang jeden Tresor der Stadt knackt, der ihm gezeigt wird. Vielleicht finden sich ja noch ein paar alte 5 DM-Stücke aus Silber in den Ecken!
am 13. Juli 2011 um 17:06 Uhr
Nur 1€ pro Tag? Die arme Sau muss bei dir auch Sa. und So. Arbeiten?
am 17. Oktober 2011 um 14:13 Uhr
Was ist denn nun aus dem Wandtresor geworden? Haben sie ihn mittlerweile geöffnet? Würd mich jetzt schon interessieren, ist ja eine sehr mysteriöse Geschichte.
am 17. Oktober 2011 um 20:15 Uhr
Der Tresor war leer >
GUST DU > hier
am 17. Oktober 2011 um 20:39 Uhr
Der Tresor war leer. Ich las es in der Zeitung. Von dem leeren Tresor war ein Bild in der Zeitung.