Wo kann Bad Kreuznach sparen?

Wie bereits in der Antritts­rede am 22.06.2011 im Stadt­rat darge­stellt, sieht Oberbür­ger­meis­te­rin in der Bekämp­fung der hohen Verschul­dung der Stadt eine der größten Heraus­for­de­run­gen der kommen­den Jahre und damit ein wichti­ges Ziel ihrer zukünf­ti­gen Arbeit.

IMG 5860traegerfot ret2 Wo kann Bad Kreuznach sparen?Wenn der Kommu­nale Entschul­dungs­fonds aufge­legt wird, und wenn der Stadt­rat von einen Beitritt zu diesem Fonds beschließt, hätte die Stadt die einma­lige Chance, die Liqui­di­täts­kre­dite über 15 Jahre zurück­zu­füh­ren. Der Anteil der Stadt am Kommu­na­len Entschul­dungs­fonds beträgt ein Drittel. Die beiden anderen Drittel stammen aus dem Landes­haus­halt bzw. dem Kommu­na­len Finanz­aus­gleich.

Neben einem Stadt­rats­be­schluss, also der politi­schen Willens­er­klä­rung für die Rückfüh­rung der Verschul­dung, ist die Erstel­lung eines Konso­li­die­rungs­pla­nes Bedin­gung für die Teilnahme am Fonds. Der Beitritt muss spätes­tens zum 31.12.2013 erfolgt sein. Die Einhal­tung des Konso­li­die­rungs­pla­nes wird jedes Jahr durch die Kommu­nal­auf­sicht überprüft. Heike Kaster-Meurer hat sich bei Ihrem Antritts­be­such beim Präsi­den­ten der Aufsichts– und Dienst­lei­tungs­di­rek­tion Dr. Josef Peter Mertes über die Details infor­miert.

»Bei konse­quen­ter Einhal­tung des Konso­li­die­rungs­pla­nes kann eine nachhal­tige Verbes­se­rung der Finanz­si­tua­tion erreicht werden. Damit könnte auch vermie­den werden, dass die Entschei­dungs­spiel­räume und Handlungs­mög­lich­kei­ten zukünf­ti­ger Genera­tio­nen reduziert werden«

so Kaster-Meurer

Für die Erstel­lung des Konso­li­die­rungs­pla­nes ist die Überprü­fung aller Ausga­ben notwen­dig, ebenso deren Wirtschaft­lich­keit. Zudem müssen Überle­gun­gen angestellt werden, wie die Einnah­men der Stadt verbes­sert werden können.

Für Dr. Heike Kaster-Meurer ist die Einbe­zie­hung der Bürger­schaft in diese Überle­gun­gen im Sinne einer Bürger­be­tei­li­gung (z. B. im Rahmen eines Bürger­haus­hal­tes) unabding­bar.

»Bisher wurden die Bürger zum Thema Einspa­rung nie gefragt. Ich möchte die Bürger, die die Einspa­run­gen im Wesent­li­chen tragen müssen, frühzei­tig infor­mie­ren und ihnen Gelegen­heit geben, Sparvor­schläge in die Diskus­sion mit einzu­brin­gen. Aber auch die Verwal­tung sollte mit einge­bun­den werden. Ein politi­scher Ausschuss kann nur in Zusam­men­ar­beit mit den Bürgern und der Verwal­tung eine Konso­li­die­rung im Sinne eines konstruk­ti­ven Mitein­an­ders errei­chen. «

© Text von Stadt­ver­wal­tung Bad Kreuz­nach

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Artikel gelesen 768 · Heute 2 · Zuletzt am 20. Mai 2012
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