Das zeitgeschichtliche Fotoarchiv der Stadt macht gute Fortschritte. Das ist den ehrenamtlichen Stadtfotografen zu verdanken, die bereits im dritten Jahr mit ihren Kameras unterwegs sind, um den Alltag von heute für die nachfolgenden Generationen zu bewahren.
Was ist uns heute selbstverständlich erscheint, wird den künftigen Betrachtern erstaunlich vorkommen
unterstrich Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer die »nachhaltige Wirkung und Bedeutung« des Projektes »ehrenamtliche Stadtfotografen«, die im Auftrag des Stadtarchivs aktiv sind.
In diesem Jahr sind es Matthias Luhn und Claus Brier, die sich die Stadt in links und rechts der Nahe aufgeteilt haben. Der Oberbürgermeisterin und der Stadtarchivarin Franziska Blum-Gabelmann präsentierten sie erste Ergebnisse. Matthias Luhn hat begonnen, Pfarrer in deren Kirchen zu fotografieren und will bis zum Jahresende alle Gotteshäuser, auch Synagoge, Moscheen und Gebetsräume kleinerer Gemeinden in einer Serie dokumentiert haben. Für die Ewigkeit festgehalten hat Luhn auch eine Reihe von Bad Kreuznach Betrieben, die von zwei Generationen geführt werden.
Momentaufnahmen vom Alltag in Politik und Verwaltung zeigen die Fotos von Claus Brier, sei es der OB-Wahlkampf, die Vereidigung der neuen Oberbürgermeisterin oder die Auszählung der Stimmen der Bürgerbefragung Ost-West-Straße. Sein Augenmerk legte er auch auf die Sportvereine, beispielsweise auf die Ehrung verdienter und erfolgreicher Funktionäre bzw. Sportler des VfL Bad Kreuznach, aber auch auf die Entwicklung in der historischen Altstadt (Leerstand bzw. neue Ladengeschäfte).
Dass es zwei Stadtfotografen gibt ist leider noch zu wenigen bekannt
bedauert Matthias Luhn, der gerne noch mehr Innenaufnahmen in Privathäusern machten möchte. Gleiches gilt auch für Claus Brier. Die Oberbürgermeisterin und die Stadtarchivarin appellieren daher an die Bürgerschaft, die beiden Stadtfotografen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Gesucht wird zu dem ein Sponsor, der die Kosten in Höhe von rund 1500 Euro übernimmt, die für die Abzüge der Fotos benötigt werden, die ab 2. Dezember im »Install« im Rahmen einer Ausstellung gezeigt werden. Das Projekt Stadtfotograf wird im Übrigen von Schneider Optische Werke unterstützt, die die Kameras mit Schneider-Objektiven zur Verfügung stellen.
© Text & Foto von Stadtverwaltung Bad Kreuznach
Schlagwörter: Bad Kreuznach, Claus Brier, Franziska Blum-Gabelmann, Matthias Luhn, Stadtfotografen
Themenbereich: Stadt Bad Kreuznach
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Artikel gelesen 663 · Heute 4 · Zuletzt am 21. Mai 2012















am 3. August 2011 um 12:23 Uhr
Die Aktion ist lobenswert und auch die geplante Ausstellung im INSTALL findet durchaus meine Zustimmung — zumindest wenn das Ziel ist, Bad Kreuznach von heute für die Nachwelt festzuhalten!
Irgendwie scheint mir ein Teil der Aktion aber im »Gestern« hängengeblieben zu sein!
Ich weiß von vielen ehemalig hier stationierten GI´s, daß sie ein besonderes Interesse an unserem Städtchen haben und es gerne wieder besuchen würden — sie saugen Neuigkeiten direkt auf und verbreiten diese Links dann untereinander und auch eventuelle Neubürger interessieren sich für aktuelle Fotos aus ihrem geplanten neuen Lebensbereich.
Diese nicht zu unterschätzende Masse erreicht man mit der Aktion leider nicht!
1500,- Euro für Papierabzüge, die nach ein paar Wochen irgendwo im Archiv verschwinden?
Meiner Ansicht nach, wäre das Geld besser angelegt in einer Foto-Webseite oder einfach Fotos kostenlos in Google Picasa Webalben hochladen und das Geld in Internetwerbung für diese Seite gesteckt — das würde nicht nur Bad Kreuznach mehr bringen, sondern würde auch für die ehrenamtlichen Fotografen zu einem grösseren Bekanntheitsgrad führen.
Ist die Stadt Bad Kreuznach noch nicht im Internetzeitalter angekommen?
Mich würde eure Meinung dazu einmal interessieren!