Friedens- und Arbeitscamp auf der Kriegsgräberstätte im Lohrer Wald

Die Schie­fer­mauer ist repariert, die Kreuze aus rotem Sandstein sind von Flech­ten und Moosen befreit, die Namens­plat­ten so gesäu­bert, dass alle wieder lesbar sind.

Eine Woche waren acht ehema­lige und acht aktive Bundes­wehr­sol­da­ten aus Zweibrü­cken auf dem im Lohrer Wald fleißig am Werk. Sie halfen zudem dabei, die Gräben der neuen Beregungs­an­lage auszu­fül­len und dort neuen Rasen einzu­säen. »Dafür mein herzli­cher Dank«, so Oberbür­ger­meis­te­rin , die zum Abschluss zu einer kleinen Gedenk­feier mit Kranz­nie­der­le­gung einge­la­den war »Uns als Stadt ist sehr wichtig, dass man dieser Toten würdig gedenkt«.

In diesem Zusam­men­hang bedau­ert Sie, dass die Ehren­bü­cher mit den Namen nicht mehr ausge­legt werden können, weil in der Vergan­gen­heit einige gestoh­len wurden. »Das Vergan­gene ist nicht vergan­gen. Es droht in Verges­sen­heit zu geraten.« Der Vorsit­zende der Fallschirm­jä­ger­ka­me­rad­schaft Fritz Walter Zweibrü­cken, Fritz Münch, gedachte nicht nur den Toten der beiden Weltkriege sondern auch den Opfern der aktuel­len militä­ri­schen Konflikte weltweit. An der Gedenk­feier nahm auch Günter Jakobs, Geschäfts­füh­rer des Volks­bun­des Deutsche Kriegs­grä­ber­für­sorge, Bezirks­ver­band Trier teil.

Die Arbeits­ein­sätze der Solda­ten werden von der Aufsichts-und Dienst­leis­tungs­di­rek­tion (ADD) in Trier organi­siert.

»Kriegs­grä­ber­für­sorge ist ein fortwäh­ren­der, dauer­haf­ter und aktiver Dienst für den Frieden. Kriegs­grä­ber­fel­der, so auch diese hier in Bad Kreuz­nach, führen anschau­lich vor Augen, warum sich das das Engage­ment für eine fried­li­che Zukunft lohnt«

so Raimund Schnei­der von dem für die Kriegs­grä­ber­für­sorge in Rheinland-Pfalz zustän­di­gen Dienst. Für die Pflege der Kriegs­grä­ber im Lohrer Wald und auf den anderen städti­schen Fried­hö­fen stellt die ADD pro Jahr pauschal 65.000 Euro zur Verfü­gung.

Einmal pro Jahr helfen die Fallschirm­jä­ger­ka­me­rad­schaft Fritz Walter Zweibrü­cken und deren Partner von der Luftlan­de­auf­klä­rungs­kom­pa­nie 260 Zweibrü­cken bei der Pflege von Solda­ten­fried­hö­fen in Rheinland-Pfalz. Die mit Bauhof­chef Erwin Elfeld und Fried­hofs­ver­wal­ter Gerd Hans abgestimm­ten Arbei­ten wurden von Stabs­un­ter­of­fi­zier Ronny Lange (Luftlan­de­auf­klä­rungs­kom­pa­nie 260) und Peter Krug von der Fallschirm­jä­ger­ka­me­rad­schaft Fritz Walter Zweibrü­cken gelei­tet. Die Paten­schaft der verstor­be­nen Fußball­le­gende Fritz Walter wurzelt in dessen Militär­zeit im Zweiten Weltkrieg, erklärt Peter Krug. Krug kennt den Ehren­fried­hof im Lohrer Wald von zwei inter­na­tio­na­len Jugend­camps (1998 und 2001), die er für den Volks­bund Deutsche Kriegs­grä­ber­für­sorge organi­siert.

Auf dem Ehren­fried­hof im Lohrer Wald sind 2256 Solda­ten aus dem Zweiten Weltkrieg bestat­tet. 1300 starben als Kriegs­ge­fan­gene in den Lagern auf dem Bad Kreuz­nacher Galgen­berg und in Bretzen­heim und wurden später auf den Ehren­fried­hof umgebet­tet, der in den Jahren 1951 bis 1953 auf der ehema­li­gen Waldwiese angelegt wurde. Der Fried­hof ist im Oktober 1953 vom damali­gen rheinland-pfälzischen Minis­ter­prä­si­den­ten Peter Altmeier einge­weiht worden.

© Text & Foto von Stadt­ver­wal­tung Bad Kreuz­nach

Friedens- und Arbeitscamp auf der Kriegsgräberstätte im Lohrer Wald




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Artikel gelesen 615 · Heute 2 · Zuletzt am 20. Mai 2012
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  1. Wer noch mehr wissen möchte, dem sei dieses Video empfoh­len http://www.nahevideo.de/?videos=ehrenfriedhof-im-lohrer-wald

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