INFO: Kalksteinrelief am Fischerturm auf der Wilhelmsbrücke

Das Bad Kreuz­nacher Fischer­ste­chen hat sich über die Jahrzehnte zu einem der schöns­ten Volks­feste in der Region entwi­ckelt.

Das Fest geht auf die der Nahefi­scher zurück. Noch heute zeugt das Kalkstein­re­lief am auf der Wilhelms­brü­cke von diesem Teil der Stadt­ge­schichte.

»Unsere alten Nahefi­scher sind auch in der Mauer des Kurfürst­li­chen Schlos­ses in Koblenz zu sehen«

freute sich Oberbür­ger­meis­te­rin als sie bei einem Besuch der Bundes­gar­ten­schau vor der 2,80 Meter hohen und 1,40 Meter langen Marmor­platte stand. Auch wenn das Koblen­zer Relief von Profes­sor Ludwig Cauer bereits 1915 vom »Preußi­schen Minis­te­rium der Geist­li­chen und Unter­richts­an­ge­le­gen­hei­ten« für 10.000 Reichs­mark gekauft und der Stadt Koblenz geschenkt wurde. Bei diesem Auftrag hatte der berühmte Spross der Bad Kreuz­nacher Bildhau­er­dy­nas­tie seine Heimat im Sinn, ist die Oberbür­ger­meis­te­rin überzeugt.

»Da standen die Nahefi­scher Pate«

Profes­sor Cauer lebte und wirkte zu jener Zeit in Berlin und kehrte 1918 nach zurück.

Der Vorsit­zende der Bad Kreuz­nacher Cauer-Gesellschaft, Gernot Meyer-Grönhof, vermu­tet, dass das Kalkstein-Relief, seit 1932 am Fischer­turm, einst Entwurf für den Koblen­zer Auftrag war und Ludwig Cauer es später an seine Heimat­stadt verkaufte.

Übrigens: Um das Origi­nal gab es einen kleinen Skandal. In der Beschrei­bung der Koblen­zer Kultur­denk­mä­ler heißt es zum Fischer­re­lief bei Wikipe­dia:

»Das Geschenk führte zu Kontro­ver­sen in der Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung und in der Koblen­zer Bevöl­ke­rung.«

Bei einem der vier Fischer, die die Netze einho­len, war das Geschlechts­teil zu sehen. Cauer lehnte es ab, diese Stelle abzufla­chen oder mit einem Feigen­blatt zu bedecken. Nach langen Diskus­sio­nen wurde das Relief 1917, zwei Jahre nach dem Kauf, doch in die Mauer einge­las­sen.

© Text und Foto Stadt­ver­wal­tung Bad Kreuz­nach

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Artikel gelesen 373 · Heute 2 · Zuletzt am 22. Februar 2012
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  1. a) danke für den netten heimat­kun­de­ar­ti­kel.

    und

    b) heuer fließt die nahe vom kormo­ran nahezu fisch­be­freit gen rhein.

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