Jipiyajey. Frei. Frei. Frei.
Durch meinen eigenen Laden ist es schwierig richtig Urlaub zu machen, umso mehr freute ich mich vergangene Woche ein verlängertes Wochenende in Spanien zu verbringen.
Schnell genügend Sonne tanken, bevor der Herbst/Winterblues bei uns explodiert und meine Saison der festlichen Kleider beginnt.
Natürlich packte ich meine schönsten Roben & einige Leinenexemplare der aktuellen 2Ateliers Kollektion von Walter Brusius mit in den Koffer. Die geilsten HighHeels zum exklusiven schwarzen Etuikleid & passenden Schmuck dazu, fürs Dinner.
So war Man(n) und Frau für jede Situation vorbereitet.
Und so plätscherten die traumhaft schönen Urlaubstage am Meer dahin und die Seele baumelte bereits, wie der frische Fisch an den Angeln, der einheimischen lieben, netten Spaniern.
Bis zu jenem Abreisetag, an dem ich die Spanier nicht mehr wirklich so nett fand.
Abreisetag XY.
In der Mittagssonne landeten 3 Koffer und 1 Tasche im Kofferraum! unseres Mietautos. In 3 Stunden geht’s zurück ins Regenwetter Deutschland. bäääh!
Um uns diesen Gedanken zu versüßen, machten wir, auf dem Weg zum Flughafen, einen letzten Stop. Eine traumhafte schöne Bucht, türkisenem Meer und dem abgesagtesten Fischrestaurant der Stadt.
Aaaahh. Gschenial!
Wir parkten zwischen Mercedes und BMW direkt vor der Haustüre des Restaurants. Da uns wenig Zeit blieb, verweilten wir nur auf einen Kaffee mit dieser herrlichen Aussicht und dem Duft des Meeres.
15 min. später zurück am Auto. Blieb die Zeit plötzlich stehen.
Vor uns der Anblick eines eingeschlagenem Seitenfensters und einem leeren Kofferraum.
Alles weg.
Das Innenleben des Wagens leergefegt. Was uns blieb, war eine Postkarte auf dem Rücksitz und unsere Handtaschen, welche wir ins Restaurant mitgenommen hatten. Zu unserem großen Glück mit unseren Pässen und den Rückflugtickets.
Die einheimische Polizei interessierte es kaum, weil es wohl täglich in dieser Bucht zu Klauereien kommt. Der Schaden am Mietwagen, war mitversichert.
Ja, super, danke!!.….
So standen wir da, am Flughafen in Spanien. Ich, in meinem Strandkleid mit Flip Flops und mein Freund in Bermuda mit TankTop.
Ich kaufte mir von meinem letzten Geld ein paar fest geschlossene Schuhe, obwohl mein Freund meinte, dass ich auch ruhig in FlipFlops unsre Reise zurück antreten könne. Aber darum ging es mir nicht wirklich. Ich fühlte mich so so ausgezogen, so nackt, leer, einfach so so beklaut. Am liebsten hätte ich noch ne Hose, drei Pullis und nen dicken Mantel eingekauft, um mich besser zu fühlen.
Der Schmuck, die Kleider, Schuhe, die Kamera mit den Urlaubsbildern und die eingekauften Geschenke.
Alles weg.
Ganz großes dramatisches Kino, welches ich bis hierhin noch nie erlebt hatte.
Immer noch unter Schock, in Deutschland angekommen, brachen wir in verzweifeltem Lachen aus, weil wir nur unsere Kleider am Leibe und unsre Handtaschen hatten. Sozusagen, mit weniger zurückkamen und eigentlich mit all den Geschenken Übergebäck hätten zahlen müssen.
So, da sag ich nur Espania Olé!!!
Und falls jemand die Unikate der 2AteliersKollektion in Spanien sehen sollte, wisst ihr, dass diese nicht durch Merchandising oder Expansion dort gelandet sind.
In diesem Sinne…….. Wir sehen uns!……..
)
Carmen …
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am 29. September 2011 um 13:56 Uhr
So etwas ist eklig, ich bin einmal in London überfallen und ausgeraubt worden, ausgerechnet, als ich aus einer Telefonzelle kam. Und zwei Täge später war noch einmal im Hotel beim gleichen Aufenthalt mein ganzes Gepäck weg. Seltsamerweise tauchte es dann am Abend wieder auf, ich durchschaue bis heute den Zusammenhang nicht.
Einmal habe ich das Gegenteil erlebt, ich hatte eine Armbanuhr verloren, die ich mir extra für diese Reise ausgeliehen hatte, und einer fand sie und brachte sie mir zurück in die Pension, und das ausgerechntet in Italien, in Neapel! Ein junger Typ drückte sie mir in die Hand. Er weigerte sich, Finderlohn anzunehmen.
Das Leben ist Religion. Man ist ständig am Beten und hofft, von den Wundern verschont zu bleiben.
Ich grüße Carmen.