Wer war eigentlich Erich-Heckel?
Diese Fragen wurde dem Kreuznacher Ehepaar Siegried und Helmut Becker immer wieder einmal gestellt. Die beiden leben in der Schumannstraße und kommen auf ihren Busfahrten in die Stadt immer an der Haltestelle Erich-Heckel-Straße vorbei. Schon im Bus wunderten sie sich darüber, dass da immer wieder die Haltestelle Erich-Heckel-Straße ausgerufen wurde, aber nie einer aus– oder einstieg.
Und so kamen sie zufällig einmal mit der damaligen Stadträtin Dr. Heike Meurer ins Gespräch und fragten, ob man die Straße nicht mit einem erläuternden Zusatz versehen könnte, wie das ja oft zu sehen ist.
Da könnte dann drauf stehen: Erich Heckel (1883−1970), Maler und Grafiker, Gründer der Künstlergemeinschaft „Die Brücke“ und damit deutlich werden, dass es sich mit Max Beckmann, Max Pechstein, August Macke, Lionel Feininger und anderen um einen der bedeutenden Maler der Generation, die der Erste Weltkrieg prägte, handelte.
Eine Kleinigkeit dachte sich Heike Kaster-Meurer. Aber mit Liebe zum Detail, nimmt man sich auch dieser an. Zumal eine Reihe von Straßennamen noch nicht mit diesen wertvollen Erläuterungen ausgestattet ist. Um das Anliegen gut zu dokumentieren, traf sie sich zu einem Fototermin mit dem Ehepaar Becker, um ein Bild vor dem Straßenschild zu machen.
Das Problem – man fand die Straße trotz intensiver Suche nicht. Aber die Straße musste es geben, als Seitenstraße, die vom Korellengarten abzweigt. Denn so steht sie auf dem Stadtplan, so kündigt man es im Bus an, so steht es auf dem Haltestellenschild und so nennen auch die Anlieger den dortigen Spielplatz.
Wo ist nun die Straße?
Ein Rätsel, das Heike Kaster-Meurer als OB wieder in den Sinn kam. Die Recherchen beim Planungsamt ergaben. Diese Straße ist verschwunden, als der Hela gebaut wurde.
© Text Stadtverwaltung Bad Kreuznach
Schlagwörter: Bad Kreuznach, Dr. Heike Kaster-Meurer, Erich-Heckel-Straße, Stadtverwaltung
Themenbereich: Stadt Bad Kreuznach
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Artikel gelesen 200 · Heute 7 · Zuletzt am 19. Mai 2012














am 2. Dezember 2011 um 10:32 Uhr
Eine gute Geschichte, alles in allem, Heckel hätte sich gefreut.
Empfindsame Gemüter neigen dazu, solchen Dingen eine Bedeutung beizumessen.
Der Realitätsverlust hat viele Gesichter.
Man sollte zumindest das Straßenschild in ein Museum bringen.
Vielleicht findet sich sogar eine noch unbenannte Straße als Ersatz.
Eine Brücke?
Eine Brücke von was zu was?
Eine Brücke … über was hinweg!
am 2. Dezember 2011 um 19:52 Uhr
Wenn man in google earth »Erich-Heckel-Str.,Bad Kreuznach»ins Suchfeld eingibt wird sie gefunden,zwischen Korellengarten und Bosenheimer Str. ‚also weg ist sie nicht wenn man den Luftbildern vertrauen kann.
am 2. Dezember 2011 um 21:00 Uhr
Bald soll es fliegende Ateliers geben, die Chinesen planen das, das Kultusministerium in Peking, man kann sich in einem Sputnik einmieten und malen und mit Schwerelosigkeit.
Mal sehen, was die Pinsel dann da oben so alles machen.
Das Licht soll ja gut sein, kaum Wolken aum Himmel.
Auf jeden Fall wenn ich mal dort oben sein sollte, werde ich sofort die Heckelstraße malen, aus der Sputnik-Perspektive. Versprochen.
Danke, Holger, für den Hinweis.
Das Internet hält einen auf Trapp, jeden Tag lernt man dazu!
am 2. Dezember 2011 um 21:41 Uhr
Bilder von Erich Heckel waren tatsächlich einmal zu Gast in unserer Stadt, Frau Bernhild Thormaehlen, die Tänzerin, besaß nämlich gleich mehrere Aquarelle von ihm.
Eines davon hab ich leibhaftig gesehen.
am 2. Dezember 2011 um 22:01 Uhr
Hier die URK zu Holgers Post: http://maps.google.com/maps?q=Erich-Heckel-Str.,Bad+Kreuznach&hl=de&ie=UTF8&sll=37.0625,-95.677068&sspn=62.484575,106.699219&vpsrc=0&hnear=Erich-Heckel-Stra%C3%9Fe,+55543+Bad+Kreuznach,+Rheinland-Pfalz,+Deutschland&t=h&z=17